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600 Teilnehmer beim 33. internationalen Jahreskongress der DGZI

26.10.2003 - (idw) Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie e. V.

"Mit 600 Teilnehmern aus zahlreichen Ländern, einem international herausragend besetzten Mainpodium, mehreren Podien zu aktuellen Themen der Implantologie, fast 90 Ausstellern und einer besonders guten Tagungsatmosphäre hat dieser Kon-gress Maßstäbe in der deutschen Implantologie gesetzt", zog DGZI-Präsident Dr. Ady Palti eine positive Bilanz des 33. internationalen Jahreskongresses der DGZI im Maritim Hotel Bonn. Ebenso zufrieden zeigte sich der Partnerverband ICOI, der in Bonn sein European Meeting abhielt und mit der gesamten Führungsspitze unter Lei-tung der beiden Co-Chairmen Dr. Kenneth Judy und Dr. Carl Misch vertreten war.

Bei den Vorträgen im voll besetzten Mainpodium standen Fragen der Planung für eine optimale ästhetische Versorgung, der augmentativen Chirurgie und der Sofortimplantation im Mittelpunkt. Die Referenten stellten die Ergebnisse langjähriger Erfahrungen und Studien vor und konnten auf eine sehr hohe Erfolgsrate verweisen. "Sofortbelastung als wissenschaftlicher Standard" lautete der programmatische Vortragstitel von Dr. Carl Misch (USA), der die Vorteile des Verfahrens für das Kno-chenwachstum herausstellte. Dr. Ady Palti sprach von einem Paradigmawechsel im Zusammenhang mit der Sofortimplantation, die bei konsequenter Anwendung der Kriterien einen hohen Langzeiterfolg ermögliche. Weitere Aspekte der Sofortimplan-tation/Sofortbelastung, die für die tägliche Praxis immer wichtiger werden, behandelten Prof. Dr. Patrick Missika und Dr. André Saadoun aus Frankreich, Dr. Paul Petrungaro und Dr. Scott Ganz aus den USA sowie Dr. Dr. Dieter Haessler, Dr. Georg Romanos und Dr. Rolf Semmler aus Deutschland.

Prof. Dr. Jürgen Becker (Universität Düsseldorf) sprach über "Möglichkeiten und Risiken der gesteuerten Knochenregeneration" und stellte eine klinische Studie unter Anwendung verschiedener augmentativer Verfahren und Materialien sowie resorbierbarer Membranen vor. Über 10 Jahre Erfahrung mit dem "Frankfurter Konzept zur Sinusbodenaugmentation und Implantation one stage" sprach Prof. Dr. Georg-H. Nentwig (Universität Frankfurt), während Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller (Universität Köln) und Dr. Devorah Schwartz-Arad (Israel) über verschiedene Verfahren der intra- und extraoralen Knochenentnahme referierten. Dr. Hom-Lay Wang (USA) stellte eine Klassifikation von Kieferkammschäden und empfohlene Behandlungsmethoden vor. Über Knochenersatzmaterialien und PRP referierten Dr. Arun Garg (USA) und Dr. Luc Huys (Belgien). Prof. Dr. Micha Peled (Israel) befasste sich mit der Perforation der Schneider'schen Membran bei der Augmentation der Kieferhöhle. Dr. Axel Kirsch ging auf die genaue Abfolge der Behandlungsschritte bei den hart- und weichge-webstherapeutischen Maßnahmen im Hinblick auf ein optimales Behandlungsergebnis ein. Dr. Richard Kraut (USA) sprach über den Zusammenhang von Knochenqualität und Implantationszeitpunkt.

Dr. Mick Dragoo (USA) umriss die Kriterien einer ästhetischen Implantologie, die durch neue Entwicklungen eine minimalinvasive Behandlung erlaube. Dr. Dr. Peter Ehrl stellte die Grundlagen und Prinzipien der implantologischen Planung vor. "Aus Fehlern lernen", lautete der Vortragstitel von Dr. Philippe Russe (Frankreich), der zu einer kritischen Fallanalyse aufforderte. Dr. Kenneth Judy (USA) ging schließlich auf die Geschichte und Systematik der Deckprothesen als Behandlungsalternative zu festsitzenden Prothesen ein.

Nicht einmal ein Stehplatz war im Podium der "Jungen Implantologen" mehr zu bekommen. Über 100 Zuhörer drängten sich in den Vortragssaal, in dem unter Leitung von Dr. Marius Steigmann mehrere Mitglieder "seiner" Studiengruppe referierten und Fälle diskutierten. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. David Cottrell aus den USA zum Thema "Bone Tissue Engeneering". Weitere Podien befassten sich mit den Themenbereichen GBR/GTR, 3D-Planung und Computernavigation, dem Einsatz von Lasern sowie den wichtigen Themen Praxisrecht und -management. Breiten Raum nahmen Fragen der optimalen prothetischen Versorgung ein. Ein weiteres Po-dium war mit Zahnärzten aus den Partnerländer des Nahen und Mittleren Ostens besetzt. Die Zahntechniker und die implantologische Assistenz hatten ein eigenes umfangreiches Programm. Auch der BDIZ war in Bonn mit einem berufspolitischen Seminar und einem Info-Stand vertreten.

Insgesamt lassen sich aus den Vorträgen in Bonn als klare Tendenzen für die Implantologie der Zukunft erkennen: kürzere Behandlungszeiten, minimalinvasive, für den Patienten schonende Eingriffe und ein deutlicher Schwerpunkt auf der Prothetik und Ästhetik, zu deren weiteren Optimierung die Implantologie viele innovative

Verfahren und Systeme bereit hält.
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