Schulversäumnis: Problem erkannt - Gefahr gebannt?28.10.2003 - (idw) Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
Das Thema Schulversäumnis hat seit einigen Jahren deutlichen Auftrieb bekommen. Schulversäumnisse im Kinder- und Jugendalter sind kein Kavaliersdelikt: Sie führen zu Bildungslücken, die sich spätestens bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz negativ bemerkbar machen. In der heutigen Bildungsgesellschaft sind Schulversäumnisse ein deutlicher Hemmschuh für soziale Integration.
Christoph Ehmann und Hermann Rademacker packen das Thema beim Schopf und rollen in ihrem Buch "Schulversäumnisse und sozialer Ausschluss" das weitgehend unstrukturierte Feld der Zuständigkeiten bei Schulversäumnissen auf. Nach der Erläuterung der gängigen Begriffe wie Schuleschwänzen, Schulverweigerung und Schulmüdigkeit dokumentieren Ehmann und Rademacker die aktuelle Datenlage und beleuchten die Situation in den einzelnen Bundesländern sowie in den europäischen Nachbarländern. Das Ergebnis zeigt woran es im ersten Schritt mangelt: an verlässlichen empirischen Daten und an Handlungsabsichten der bildungspolitisch Verantwortlichen. Die Autoren zeigen, was ohne großen Aufwand besser gemacht werden könnte. Ihre Empfehlungen richten sich dabei nicht nur an die Bildungspolitik, sondern vor allem an Schulen, Schulverwaltungen und an Einrichtungen, die Schüler/innen auch außerhalb der Schule betreuen. Herausgeber des Buches ist das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung; erschienen ist es im W. Bertelsmann Verlag.Schulversäumnisse und sozialer Ausschluss CHRISTOPH EHMANN, HERMANN RADEMACKER 1. Auflage 2003, 140 Seiten, 14,90 Euro ISBN 3-7639-1844-2 Best.-Nr.: 81/0084 Kontakt: Joachim Höper W. Bertelsmann Verlag Postfach 100633 33506 Bielefeld Tel. 05 21 / 9 11 01-28 E-Mail: joachim.hoeper@wbv.de
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