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Lebenswelt und Mythen der Nasca-Indianer

29.10.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Den Mächten der Natur opferten die alt-peruanischen Nasca-Indianer nur das beste und kostbarste, was sie besaßen. Von Gebeten und Beschwörungen an ein mythisches Wesen berichten geheimnisvolle Zeichen und Bilder auf ihren Keramiken. Mit der Lebens- und Vorstellungswelt dieser Indianer befasst sich ab Freitag, 7. November, eine Sonderausstellung im Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg.


Kolibris, die an Blüten trinken, sind auf diesem Gefäß mit doppeltem Ausguss abgebildet. Es stammt von den Nasca-Indianern und datiert ins erste bis dritte Jahrhundert nach Christi Geburt. Foto: Martin-von-Wagner-Museum Weitab von den Zentren der alten Welt entstanden in den fruchtbaren Oasen der trockenen Küstenwüste Perus seit dem zweiten Jahrtausend vor Christi Geburt frühe Hochkulturen. Sie standen unter der steten Bedrohung durch das El-Niño-Phänomen: Diese unregelmäßig auftretende warme Meeresströmung im kalten Wasser des Pazifik kann dramatische Folgen haben - beispielsweise tropische Regengüsse, die Felder und Bewässerungsanlagen in Schlammfluten versinken lassen.

Die Nasca-Kultur entfaltete sich um die Zeitenwende auf dem schmalen Küstengürtel Südperus. Berühmt sind die dort befindlichen gigantischen Scharrbilder, die vielleicht einen riesigen Agrarkalender darstellen. Manche ihrer Motive erscheinen auch auf der bunt bemalten Keramik der Nasca-Kultur. Die Keramik zeigt Tiere und Nahrungspflanzen der Indianer, gibt aber auch Einblick in deren Vorstellungswelt. So ist zum Beispiel ein bedrohlich wirkendes, menschliche und tierische Züge vereinendes mythisches Wesen dargestellt, das wie die Natur Verderben, aber auch Fruchtbarkeit und Segen bringen konnte.

Die Ausstellung besteht aus rund 30 bisher nicht gezeigten Keramiken des Martin-von-Wagner-Museums. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit der völkerkundlichen Abteilung der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Der Leiter dieser Abteilung, Michael Tellenbach, hält bei der Eröffnung der Schau am Donnerstag, 6. November, um 18.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz eine Einführung.

"An die Mächte der Natur - Lebenswelt und Mythen der altperuanischen Nasca-Indianer", 7. November bis 8. Februar, Dienstag bis Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie an folgenden Sonntagen jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr: 16. und 30. November, 14. und 28. Dezember, 11. und 25. Januar, 8. Februar. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen: Dr. Irma Wehgartner, T (0931) 31-2866, Fax (0931) 31-2507, E-Mail:
museum.ant@mail.uni-wuerzburg.de
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