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Nachhaltigkeit heißt immer am Ball bleiben

31.10.2012 - (idw) Hochschule Esslingen

(Hochschule Esslingen) Der 1. Nachhaltigkeitstag am 30. Oktober an der Hochschule Esslingen wird nachhaltig in Erinnerung bleiben. Redner wie der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, Dr. Udo Hartmann, Leiter Konzern Umweltschutz der Daimler AG, Dr. Hariolf Teufel, Vorstandsvorsitzender der KSK Göppingen sowie der Berliner Professor für Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Holger Rogall, und weitere Experten aus der Industrie, Kommunen und der Hochschule überzeugten die rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz gelebt werden müssen. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller ließ es sich nicht nehmen, die Hochschule Esslingen dieses Jahr zum dritten Mal zu besuchen. Anlass war die Überreichung der EMAS-Akkreditierungsurkunde. Die Hochschule Esslingen und das Beratungsbüro Drees & Sommer ABT haben sich gemeinsam in einem Konvoi den Herausforderungen einer Öko-Auditierung nach der europäischen EMAS-Verordnung gestellt. Unterstützt wurden sie dabei vom Umweltministerium, um den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu realisieren. Es darf aber nicht vergessen werden, dass EMAS kein kurzlebiges Strohfeuer ist, das mit der ersten Validierung quasi erlischt, appellierte der Umweltminister. EMAS steht vielmehr als Handlungsrahmen für ein beständiges, ökologisch ausgerichtetes Wirtschaften. Deshalb heiße es bei EMAS, auf Dauer am Ball bleiben. Seine Rede richtete er auch auf die vor ihm sitzenden Studierenden: Durch die aktive Einbindung der Studierenden in konkrete Projekte können die Hochschulen ganz wesentlich dazu beitragen, dass Interesse für Umwelt- und Klimaschutz und Ressourcenschonung geweckt und Kompetenz gefördert wird. Durch Wissensvermittlung, ergänzt durch selbst gewonnene Erkenntnisse, könne ökologisches und energiesparendes Verhalten wirkungsvoll erlebt werden.

Die Studierenden bekamen an diesem Tag Einblicke in nachhaltige Denkweisen und Handlungen: Sei es beim Vortrag über die Nachhaltigkeit aus Sicht der Daimler AG, beim Vortrag über nachhaltige Energietechnik in der Forschung der Hochschule Esslingen, bei der Nachhaltigkeitsstrategie der Kreissparkasse Göppingen oder der strategischen Zukunftsplanung der Stadt Esslingen. Im Schlussvortrag fragte dann Prof. Dr. Holger Rogall, ob stetiges Wachstum in einer begrenzten Welt möglich sei. Der Berliner Professor und Direktor des Instituts für Nachhaltigkeit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin stellte seine Thesen zur nachhaltigen Ökonomie vor. Das Wachstum der Ressourcenproduktivität muss größer sein als das des Bruttoinlandsprodukt. So einfach sei seine Nachhaltigkeitsformel, die auf alle Volkswirtschaften der Welt übertragen werden könnte. Wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der natürlichen Tragfähigkeit ist immer möglich, allerdings müssen die Wachstumsraten moderat sein, sagte Rogall. Was wir benötigen, ist nur noch das Engagement von uns allen.

Einig waren sich alle. Das eigene Verhalten kann nur durch Kenntnisse geprägt werden sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. So verabschiedete der Rektor der Hochschule Esslingen Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz die Teilnehmer mit einem Zitat von Ernst Friedrich Schumacher. Da Konsum nichts anderes ist als ein Mittel zum Glück des Menschen, sollte das Ziel sein, ein Maximum an Glück mit einem Minimum an Konsum zu erhalten".

Bild: Die EMAS-Akkreditierungsurkunde wird überreicht (v.l. Dr.-Ing. Peter Mösle, Geschäftsführer Dees & Sommer, Umweltminister Franz Untersteller, Rektor Prof. Dr.-Ing. Bernhard Schwarz, Nachhaltigkeitsbeauftragter Prof. Dr.-Ing. Markus Tritschler) function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook


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