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Katalog zur Kunstsammlung Eitel vorgestellt

01.11.2012 - (idw) Philipps-Universität Marburg

150 Kunstfreunde bekamen Vorgeschmack auf die spätere Ausstellung im Marburger Museum für Kunst und Kulturgeschichte Der soeben erschienene Katalog der Kunstsammlung Eitel ist am 31.10.2012 im Ernst von Hülsen-Haus der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt worden. Der 163 Seiten umfassende, großformatige Katalog erschließt das Konvolut der 57 Kunstwerke, das die von Farben und Formen faszinierte Gestalterin und Unternehmerin Hilde Eitel dem Marburger Universitätsbund vermachte - mit der Auflage, sie im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität auszustellen.

Das Gesamtwerk ist nun vollendet, freute sich Ullrich Eitel als Vorsitzender der Bertram-Schaefer-Stiftung über die Veröffentlichung des Katalogs. Für die Stiftung sei es selbstverständlich gewesen, den Katalog zu finanzieren und den Verkaufserlös der ersten 500 Exemplare für die anstehende Innenraumsanierung des Museums zur Verfügung zu stellen. Auch darüber hinaus unterstützt die Stiftung mit einem bereits abrufbaren Betrag den Wunsch der Stifterin nach Ertüchtigung des Museums, ergänzte Eitel.

Die zukünftige Präsentation der Sammlung Eitel im Ernst-von-Hülsen-Haus ist ein wichtiges Motiv für die vor kurzem begonnene Sanierung des Universitätsmuseums, erklärte Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. Quasi als Appetithappen auf die spätere Ausstellung habe Otterbeck wenige ausgewählte Stücke der Sammlung anlässlich der Katalogpräsentation aus dem Depot geholt, erläuterte die Kunsthistorikerin Professorin Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg. Wir sind mitten in der Überlegung, wie dieses schöne Haus in seiner ganzen Qualität wieder zum Vorschein kommen kann.

Professor Dr. Norbert Hampp erinnerte für den Marburger Universitätsbund e.V. an die kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung durch die Familie Eitel, die viele Schenkungen des Unibundes ermöglicht habe. Mit der Sammlung haben wir einen Teil von Frau Eitel bekommen; das ist für mich als Naturwissenschaftler fast wie eine Organspende, schloss er.
Otterbecks Vorgängerin, Dr. Agnes Tieze, aktuell Direktorin des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg und Kuratoriumsmitglied der Bertram-Schaefer-Stiftung, die zusammen mit Hilde Eitels langjährigem Berater Ludwig Rinn mit der Redaktion des Katalogs betraut war, beschrieb in einfühlsamen Worten ihre erste Begegnung mit den kunstgefüllten Wohnräumen der Sammlerin: Kunst spielte die Hauptrolle im Haus. Das Spektrum der Sammlung reicht vom abstrakten Expressionismus bis zur monochromen Malerei. Die Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen und Plastiken stammen von namhaften Künstlern wie Josef Albers, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein, Piero Manzoni, von Giorgio Morandi, Ernst Wilhelm Nay und Wols sowie der deutschen Künstlergruppe ZERO.

Dem speziellen Wunsch der Stifterin, mit der Sammlung auch die Lehre zu befördern, sei auch die Katalogproduktion nachgekommen, erläuterte Tieze. Einige Beiträge jüngerer Autorinnen entstanden im Rahmen eines praxisorientierten Seminars zur Sammlung Eitel am Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg. In der Publikation werden sämtliche Werke der Sammlung mit hochwertigen Farbabbildungen vorgestellt und von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern einzeln kommentiert. Der Band informiert auch über das Leben von Hilde Eitel, ihr Wirken als Unternehmerin und den Charakter ihrer Sammlung. Die nach Hilde Eitels Vater benannte Bertram-Schaefer-Stiftung hat die Publikation finanziert.

Die Marburger Unternehmerin und Gestalterin Hilde Eitel (1915-2010) war Zeit ihres Lebens von Farben und Formen fasziniert. Seit den 1950er Jahren hatte sie Kunst der Nachkriegsjahre gesammelt, zunächst als Inspiration für ihr Schaffen als Koloristin unter anderem für das Familienunternehmen der Marburger Tapetenfabrik und schließlich mit dem Gedanken, diese Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Jahr 2002 hat die Philipps-Universität Hilde Eitel für ihre engagierte Förderung der Wissenschaften und der Bildenden Kunst zur Ehrensenatorin ernannt.

Bibliographische Angaben:
Sammlung Eitel. In memoriam Bertram Schaefer. Kunst der Nachkriegsjahre in Europa, hrsg. von der Bertram-Schaefer-Stiftung, Marburg 2012, erschienen im Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, mit Texten von Ullrich Eitel, Ludwig Rinn, Martin Warnke u. a., 164 Seiten, 154 Abb., fester Einband, ISBN 978-3-7757-3463-9, Preis: 35,- .

Ansprechpartner: Dr. Christoph Otterbeck, Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg
Tel.: 06421 / 28-22355
E-Mail: otterbeck@uni-marburg.de function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook


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