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Erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums NanOp an der TU Berlin

30.10.2003 - (idw) Technische Universität Berlin

Bundesforschungsministerium bewilligt 600.000 Euro

Das vor fünf Jahren gegründete Kompetenzzentrum "NanOp - Anwendungen von Nanostrukturen in der Optoelektronik" mit Sitz an der Technischen Universität Berlin wird drei weitere Jahre unterstützt: In den Jahren 2003 bis 2006 verfügt das Kompetenzzentrum über rund 1,4 Millionen Euro, davon allein 300.000 Euro aus der Industrie und knapp 600.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das damit die von Erfolg gekrönte Arbeit honoriert. Ein Teil der Mittel steht dabei für kurze explorative Projekte, so genannte Machbarkeitsstudien, zur Verfügung. Zusammen mit der Unterstützung durch die Technische Universität Berlin ermöglicht dies eine enge Koordination und Beschleunigung der Forschung, Entwicklung und zunehmend auch der Vermarktung von Nanostrukturen in der Optoelektronik.

Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft. Angestrebt werden zum Beispiel auf Halbleiterlasern basierende neuartige Fernseh- und Display-Systeme oder optisch vernetzte Computer, die Dateninformationen nicht mehr durch elektrische Signale, sondern wie in Glasfasernetzen mittels kurzer Lichtpulse weitergeben. Auch in der Medizintechnik und Sensorik sind neuartige Lichtquellen wünschenswert. Die Schlüsselkomponente in all diesen Geräten sind Halbleiterbauelemente, welche nanometergroße Strukturen enthalten. Diese Strukturen sind z.B. so genannte Quantenpunkte, in denen elektrischer Strom effizient in Licht verschiedener Wellenlänge umgewandelt wird. Internationaler Vorreiter bei der Herstellung und Anwendung solcher Bauelemente ist die TU Berlin, die Arbeitsgruppe von Prof. Dieter Bimberg .

Am NanOp-Netzwerk sind neben Universitäten und Instituten zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen, einige Großunternehmen sowie Kapitalgeber beteiligt. Neben all den deutschen Partnern ist auch das von Nobelpreisträger Prof. Alferov geleitete Ioffe-Institut in St. Petersburg, Rußland, eingebunden. Insgesamt vierzig Mitglieder streben danach, ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Nano-Optoelektronik zu vernetzen und zu bündeln, um die Umsetzung der im Rahmen der Arbeit des Kompetenzzentrums bereits gewonnenen und noch zu gewinnenden Forschungsergebnisse in Produkte zu beschleunigen.

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg wird die Einrichtung regionaler Forschungs- und Entwicklungs-sowie Dienstleistungszentren, so genannter Inkubatoren, sein. Sie sind der Nährboden, auf dem junge Firmen sprießen sollen und unterstützen diese mit Know-how, Personal sowie technischer Infrastruktur. Gleichzeitig sind die Inkubatoren wichtige Dienstleister für bestehende Firmen und führen beispielsweise in deren Auftrag wissenschaftliche Studien durch.
In Berlin wird die Einrichtung eines solchen Inkubators erfolgreich vorangetrieben; im Laufe des nächsten Jahres entsteht an der TU Berlin eine entsprechende Infrastruktur mit Unterstützung des Strukturfonds der Europäischen Union.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dipl.-Phys. Matthias Kuntz, Geschäftsführer NanOp, Technische Universität Berlin, E-Mail: kuntz@physik.tu-berlin, Tel.: 030-314 22062
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