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BMBF stärkt Medikamentenforschung

31.10.2003 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Neues Institutsgebäude für Biophysiker des MPI in Frankfurt eröffnet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) setzt weiter auf Schlüsseltechnologien. Anlässlich der Eröffnung eines vom BMBF mitfinanzierten Neubaus des Max-Planck-Institutes (MPI) für Biophysik in Frankfurt hob Staatssekretär Wolf-Michael Catenhusen die Bedeutung der Biophysik für Erkenntnisse in den Lebenswissenschaften hervor. "Frankfurt wird immer stärker zum weltweiten Zentrum für Medikamentenforschung", sagte Catenhusen. Von den rund 36 Millionen Euro, die der Neubau kostet, trägt der Bund mehr als 10 Millionen Euro.

Das MPI für Biophysik hat sich in der Struktur- und Funktionsanalyse von Membranproteinen einen internationalen Ruf erworben. Diese Eiweiße sind entscheidend für die Entwicklung medizinischer Wirkstoffe. Die meisten Medikamente wirken primär auf der Basis von Membranproteinen. Der Direktor des MPI, Professor Hartmut Michel, erhielt 1988 den Nobelpreis für Chemie.

Mit dem neuen Institutsgebäude werde die exzellente Grundlagenforschung des Max-Planck-Institutes gestärkt und die gute Zusammenarbeit mit der Johann-Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt und anderen Partnern aus Forschung und Wirtschaft in der Region weiter gefördert, sagte Catenhusen. Dabei lobte der Staatssekretär vor allem die gute Nachwuchsförderung. In Kooperation mit dem MPI für Hirnforschung und der
Goethe-Universität werden derzeit 18 Doktoranden unterschiedlicher Nationalität auf dem Gebiet der Struktur- und Funktionsanalyse von Membranproteinen ausgebildet.

Das MPI für Biophysik wird wie alle Institute der Max-Planck-Gesellschaft zur Hälfte vom Bund getragen. Der Bundeszuschuss betrug 2002 mehr als 12 Millionen Euro. Darüber hinaus finanziert das BMBF zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft, unter anderem der Pharma-Firma Aventis, ein Forschungsprojekt zur Proteomforschung mit weiteren 2,3 Millionen Euro.
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