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Deutschland im Wettbewerb um die klügsten Köpfe auf Platz drei

31.10.2003 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

Strengere Auswahl unter den ausländischen Studienbewerbern ist nötig

Deutschland steht im internationalen Wettbewerb um die klügsten Köpfe an dritter Stelle. Dennoch gibt es Handlungsbedarf für Politik und Hochschulen bei der Auswahl und der Betreuung ausländischer Studierender. Darin waren sich die mehr als 200 deutschen Hochschulvertreter einig, die am 27. und 28. Oktober in Bonn über Fortschritte und Folgen des Internationalen Hochschulmarketings diskutierten. Die Tagung wurde veranstaltet vom DAAD, GATE-Germany und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

In den Hochschulen herrsche eine deutliche Aufbruchstimmung, sagte CHE-Leiter Prof. Detlef Müller-Böling. Heute sei Realität, was vor zwei Jahren noch Zukunftsmusik gewesen ist. Er erinnerte daran, dass die Hochschulen zum Beispiel bei der Einführung der international bekannten Studienabschlüsse Bachelor und Master enorm voran gekommen seien: "Wir sind weiter als unser Jammern glauben machen könnte."

In der Vergangenheit sei es darum gegangen, mehr Studierende aus dem Ausland für einen Aufenthalt an einer deutschen Hochschule zu gewinnen. Hierbei sei man sehr erfolgreich gewesen. Nun müssten die Bewerber jedoch gezielter als bisher ausgewählt werden, forderte DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode. "Wir müssen auf dem weltweit expandierenden Bildungsmarkt weiter für unser Angebot werben, aber differenziert zulassen."

"Der Erfolg der Bemühungen des Hochschulmarketings spricht für die Qualität der Ausbildung an den deutschen Hochschulen", erklärte HRK-Präsident Prof. Peter Gaehtgens. "Mehr Bildungsausländer verlangen aber auch mehr Service und Betreuung. Dafür benötigen die Hochschulen Geld, das nicht allein über die öffentlichen Haushalte aufzubringen ist." Man könne den Hochschulen quantitativ und qualitativ nicht immer mehr abverlangen und gleichzeitig die Budgets weiter kürzen.
Die Politik wurde aufgefordert, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass Nachwuchseliten aus dem Ausland Deutschland nach der Ausbildung nicht gleich wieder verlassen müssen. Die Verabschiedung des Zuwanderungsgesetzes sei ein notwendiger Schritt, waren sich die Tagungsteilnehmer einig.

Die positive Entwicklung bei der Internationalisierung der deutschen Hochschulen führte der Sprecher des Hochschulkonsortiums GATE-Germany und Vizepräsident des DAAD, Prof. Max G. Huber, auch auf die Qualität des Bildungsstandortes Deutschland zurück: "Deutschland ist ein attraktives Studienland für alle, die eine solide und moderne akademische Ausbildung suchen und die neben Ihrem Studium ein weltoffenes Industrieland und ein vielfältiges kulturelles Leben im Herzen Europas kennen lernen wollen." Für die Vermarktung sei diese Qualität eine unverzichtbare Basis.

Für das Bundesministerium für Bildung und Forschung kündigte Ministerialdirigent Dr. Hermann Müller-Solger an, dass die Regierung die Hochschulen bei ihrer internationalen Vermarktung weiter finanziell unterstützen werde.
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