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Saar-Uni an deutsch-kanadischem Graduiertenkolleg über kulturelle Vielfalt beteiligt

19.11.2012 - (idw) Universität des Saarlandes

Kulturelle Vielfalt in europäischen und nordamerikanischen Gesellschaften, insbesondere in Grenzregionen, steht im Mittelpunkt des neuen internationalen Graduiertenkollegs Diversität, das gemeinsam von der Universität Trier, der Universität des Saarlandes und der Université de Montréal getragen wird. Es ist eines von 23 neuen Graduiertenkollegs, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet und gefördert werden, und das erste deutsch-kanadische Programm in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Förderdauer beträgt zunächst viereinhalb Jahre. Im internationalen Graduiertenkolleg Diversität: Vermittlungsprozesse von Differenz in transkulturellen Räumen sollen Wandlungsprozesse im Umgang mit multikulturellen Alltagsrealitäten und Diskursen, etwa in der Politik und in den Medien, in Nordamerika und Europa seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert untersucht werden. Dabei arbeiten geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer interdisziplinär zusammen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Diversität, also kulturelle Vielfalt, eine konstruierte Größe und an den historischen Moment gebunden ist. Um herauszufinden, wie sich kulturelle Unterschiede über die Zeit vermitteln und übersetzen, sollen sich die Doktorandinnen und Doktoranden drei Querschnittsthemen widmen: dem politischen Diskurs über kulturelle Vielfalt; dem sozialen Umgang mit Multikulturalität, der im Alltag und in Institutionen, beispielsweise der Schule, ständig neu ausgehandelt werden muss; darüber hinaus den Verarbeitungs- und Darstellungsformen von kultureller Vielfalt in Alltagserzählungen, Medien und der Literatur. Die internationale Zusammenarbeit mit Experten aus Québec verspricht besonders interessante Ansätze für das Forschungsprogramm, war Kanada doch das erste Land, das eine offizielle Multikulturalismuspolitik eingeführt hat und auch heute noch Referenzpunkt europäischer Debatten ist. Besonderes Augenmerk gilt auch der mehrsprachigen und multikulturellen Grenzregion Saar-Lor-Lux.

Graduiertenkollegs sind strukturierte Forschungs- und Qualifizierungsprogramme, die Doktoranden die Chance bieten, auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Das dreijährige forschungsorientierte Qualifizierungskonzept basiert auf regelmäßigen Treffen der Doktoranden und beteiligten Wissenschaftler, umfasst Sommer- und Winterschulen, eine international ausgerichtete Halbzeit-Konferenz mit externen Experten und einen Dissertationsworkshop zu Beginn des dritten Jahres.

Das internationale Graduiertenkolleg Diversität: Vermittlungsprozesse von Differenz in transkulturellen Räumen hat seinen Sitz an der Universität Trier (Sprecherin: Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl). An der Universität des Saarlandes, die kooperierende Hochschule ist, sind folgende Fächer beteiligt: Romanistik/Interkulturelle Kommunikation (Prof. Hans-Jürgen Lüsebrink, Juniorprof. Christoph Vatter), Kulturgeographie (Prof. Hans-Peter Dörrenbächer) und Amerikanistik (Prof. Astrid Fellner, Dr. Arlette Warken). Assoziiert sind die Geschichtswissenschaft (Prof. Gabriele Clemens) und die Komparatistik (Dr. Claudia Schmitt).

Ausführlichere Informationen zum Forschungsprogramm unter: http://www.diversity.uni-trier.de
Unter diesem Link finden Graduierte, die sich für eine Promotion in diesem Themenbereich interessieren, auch Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten.
Mehr zu Graduiertenkollegs auch unter: http://www.dfg.de/gk

Kontakt Universität des Saarlandes:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Stellvertretender Sprecher)
Universität des Saarlandes
Fachrichtung 4.2. Romanistik
Tel.: 0681 302-3502
E-Mail: luesebrink@mx.uni-saarland.de

Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl (Sprecherin)
Universität Trier FB III Internationale Geschichte

Prof. Dr. Laurent McFalls (Sprecher)
Université de Montréal
Directeur Centre Canadienne dEtudes Allemandes et Européennes
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