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Niederlande siegen bei den RoboCup German Open

14.04.2002 - (idw) Fraunhofer-Institut für Autonome intelligente Systeme (AiS)



In einem dramatischen Elfmeterschießen siegte die Mannschaft des Unternehmens Philips über den amtierenden Weltmeister im Roboterfußball von der Universität Freiburg.

Dramatisches Endspiel bei den RoboCup German Open im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. In der Königsklasse des Roboterfußballs, der Middle-Size-Liga, siegte das Team Philips CFT gegen den Titelverteidiger und amtierenden Weltmeister CS Freiburg 2002.

Nach einen 2:2 in der regulären Spielzeit musste das Elfmeterschießen entscheiden. Die Niederländer verwandelten drei von fünf Elfmetern. Nach dem dritten Fehlschuss der Freiburger war die Partie entschieden. Damit siegte erstmals die Mannschaft eines Konzerns in einem vorwiegend von Universitäten und Forschungseinrichtungen geprägten Teilnehmerfeld.

Auf den dritten Platz kam die Mannschaft "GMD-Musashi" des Fraunhofer-Instituts für Autonome Intelligente Systeme (AIS), des GMD-Japan Research Labs und des Kyushu Institute of Technology.

In der Small Size-Liga siegten die FU-Fighters von der Freien Universität in Berlin gegen die flotten Flitzer von der Mannschaft 5dpo aus Portugal.

Die Darmstadt Dribbling Dackels konnten sich in der Sony-Legged-Liga gegen das Team der Humboldt Universität in Berlin durchsetzen.

In der Simulation Liga setzte sich das Team UvATrilearn aus den Niederlanden gegen die Brainstormers02 aus Karlsruhe und Dortmund durch.

Das Heinz-Nixdorf-MuseumsForum (HNF) in Paderborn platzte am Sonntag aus allen Nähten. Über 6.000 Besucher wollten die fußballspielenden Roboter sehen - eine Atmosphäre fast wie in einem richtigen Stadion. In fünf verschiedenen Ligen rangen 50 Teams aus 8 Nationen um den Sieg. Sie kamen aus ganz Europa und sogar aus dem Iran. Das Turnier nutzten die Team als letzten Test vor den RoboCup-Weltmeisterschaften im Juni in Japan.

Roboterfußball ist wissenschaftliche Höchstleistung auf dem Gebiet der Robotik und der Künstlichen Intelligenz. Wissenschaftler verschiedener Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeiten weltweit an Fußball spielenden Robotern, um ihre neuesten Forschungsergebnisse zu demonstrieren. Die Roboter sind während einer Partie völlig auf sich allein gestellt - Fernsteuerungen gibt es nicht. Und genau dieses autonome Handeln ist die besondere Herausforderung für die Entwickler. Die Vision des RoboCup ist es, bis zum Jahr 2050 mit humanoiden Robotern den amtierenden Fußballweltmeister zu schlagen.

Veranstalter der RoboCup German Open 2002 sind das Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme in Kooperation mit dem HNF.
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