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Neuer Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg

06.11.2003 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus hat die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher angetreten


Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus, neuer Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. / Foto: Universitätsklinikum Heidelberg. Die Abteilung Klinische Radiologie (Schwerpunkt Strahlentherapie) des Universitätsklinikums Heidelberg wird seit 1. November 2003 von einem neuen Ärztlichen Direktor geleitet: Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus hat die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher angetreten, der nach 15-jähriger Tätigkeit emeritiert worden ist. Debus war zuvor Leiter der Klinischen Kooperationseinheit "Strahlentherapeutische Onkologie" des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Heidelberg und der Radiologischen Universitätsklinik, Heidelberg.

Der 1964 in Lorsch geborene Debus absolvierte von 1984 bis 1991 das Doppelstudium der Humanmedizin und Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und promovierte in beiden Fächern. Seine Ausbildung zum Facharzt für Strahlentherapie erfolgte in der Abteilung von Professor Wannenmacher, unterbrochen von einem einjährigen "Clinical Fellowship" in der Protonentherapie-Anlage des Massachusetts General Hospital, Boston, USA. 1997 wurde Debus zum selbständigen Abteilungsleiter der klinischen Forschungseinheit des DKFZ bestellt.

Wissenschaftliche Schwerpunkte von Professor Debus sind die Entwicklung neuer Methoden zur präzisen Bestrahlung von bösartigen Tumoren sowie die Analyse molekularer Mechanismen der Strahlentherapie. Ziel ist dabei, ihre Wirkung durch neue Medikamente zu verbessern. Wichtige Beiträge hat er insbesondere zur Entwicklung der "intensitätsmodulierten Strahlentherapie" (IMRT) geleistet, mit der eine differenzierte Dosisverteilung im Tumor und eine Schonung des gesunden Gewebes erzielt werden kann. Die IMRT ist besonders zur Bestrahlung von schwer zugänglichen Tumoren der Schädelbasis, Wirbelsäule und Prostata geeignet. Europaweit weist Heidelberg die umfangreichsten Erfahrungen mit dieser Technik auf.

Für seine richtungsweisenden Arbeiten hat Professor Debus mehrere Auszeichnungen erhalten. Zudem schuf er in Kooperation mit anderen Wissenschaftlern die Grundlagen für die Schwerionenanlage, die bis 2007 am Universitätsklinikum Heidelberg errichtet wird und eine Lücke in der Behandlung bislang unheilbarer bösartiger Tumoren schließt.
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