SPURT zum effizienten Nahverkehr07.11.2003 - (idw) Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit LBF
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit LBF in Darmstadt akquirieren erneut erfolgreich ein mit EU-Mitteln gefördertes Projekt: "Seamless Public Urban Rail Transport SPURT". Ziele sind Steigerung von Attraktivität und Kapazität des innerstädtischen, schienengebundenen Nahverkehrs.
Das Leistungsvermögen moderner Schienenfahrzeuge kann oftmals aufgrund der Geometrie, des Aufbaus und des Zustandes der bestehenden Infrastruktur nicht voll ausgenützt werden. Die Eigenschaften des Schienenfahrzeugs, z.B. gute Verfügbarkeit, große Geschwindigkeit, hohe Sicherheit und die Akzeptanz des Nutzers, sind notwendige Voraussetzung für eine Kapazitätserhöhung im Schienenverkehr und können mit entsprechend verbesserter Infrastruktur zu entscheidenden Leistungssteigerungen führen. Am Beispiel des innerstädtischen Schienenverkehrs werden die Einflüsse der Infrastruktur auf moderne Schienenfahrzeuge unter Berücksichtigung der heutigen Anforderungen (Größe, Gewicht, Verwindbarkeit, Lärm und Geschwindigkeit) untersucht. Professor Holger Hanselka, Institutsleiter des Fraunhofer LBF: "Das EU-Projekt SPURT wird die Kapazitätssteigerungen im innerstädtischen Schienenverkehr zielgerichtet, angepasst und effizient machen". Im Hinblick auf eine vorhandene Infrastruktur sollen die Ergebnisse helfen, die Effizienz von Maßnahmen zu bewerten, die zu einer Kapazitätssteigerung des innerstädtischen Schienenverkehrs führen sollen. Gleichzeitig ist eine Kategorisierung der vorhandenen Infrastruktur möglich, wobei sich hieraus die notwendigen Anforderungen an die Infrastruktur ableiten und deren Effizienz bewerten lassen.Dr. Andreas Büter und Michael Kieninger als Koordinatoren des Projektes: "In den 3 Jahren Projektlaufzeit werden wir gemeinsam mit unseren Partnern Methoden zur Standardisierung von Gleisoberbau inklusive Schiene entwickeln". Vorteile für Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs sind Optimierung von Infrastruktur durch mehr Kosten- und Energieeffizienz, geringe Instandhaltung von Schiene und Gleisoberbau sowie Risikominderung. Erhöhte Sicherheit, Geräuschreduzierung und optimaler Schallschutz steigern die Akzeptanz der Bevölkerung.
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