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"Materielle Kultur und Alltag im Mittelalter"

07.11.2003 - (idw) Philipps-Universität Marburg

Tagung der Arbeitsgruppe Marburger Mittelalter-Zentrum am 14. und 15. November 2003 in der Philipps-Universität

"Materielle Kultur und Alltag im Mittelalter" stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung der Arbeitsgruppe Marburger Mittelalter-Zentrum (MMZ) am 14. und 15. November 2003 in Marburg. Zum zweiten Mal wollen Historiker, Archäologen, Kunsthistoriker, Volkskundler und Philologen aus Marburg, Berlin, Singen, Braubach und Leipzig damit interdisziplinär ein Thema behandeln, das in ihren Fächern sehr unterschiedlich diskutiert wird, in der Öffentlichkeit aber vielfach auf ein breites Interesse trifft.

Die Beschäftigung mit zentralen Aspekten der materiellen Kultur unter modernen Fragestellungen und Gesichtspunkten, die wie kaum ein anderes Thema die Zusammenarbeit der Fachvertreter über die Grenzen der Disziplinen hinaus notwendig macht, verspricht dabei einen reichen Ertrag. Im Rahmen der Tagung wollen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, Fragen der Sachkultur des Mittelalters von verschiedenartigen Quellentypen her anzugehen und mit dem methodischen Instrumentarium der einzelnen Fächer zu erschließen. Die Vorträge reichen thematisch vom ländlichen Alltag und Gerät in der Buchmalerei über das mittelalterliche Reitzubehör und den Bergbau bis zur Stadt- und Burgenarchäologie. In philologischen und kunsthistorischen Beiträgen werden realienkundliche Aspekte in Literatur und Kunst diskutiert und Überlegungen zur Sachkultur des Schreibens und des Buchdrucks vorgestellt. Zugleich wird gefragt, wie Aspekte des spätmittelalterlichen Alltags in die Konzeption großer und vielbeachteter Ausstellungen einfließen und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen die Tagung als eine Chance, ihre Zusammenarbeit im Bereich der Mediävistik über die traditionellen Fächergrenzen hinaus intensiver zu gestalten. Sie möchten damit zugleich verdeutlichen, wie umfangreich und vielfältig die Möglichkeiten mediävistischen Arbeitens in Forschung, Lehre und Studium an der Philipps-Universität und in den kooperierenden wissenschaftlichen Einrichtungen in Marburg sind.


Tagungsprogramm:

Freitag, 14. Nov. 2003


9.00 - 9.30 Uhr Priv.-Doz. Dr. Otto Volk (Marburg)
Materielle Kultur und Alltag. Einführung in das Tagungsthema

9.30 - 10.00 Uhr Priv.-Doz. Dr. Siegfried Becker (Marburg)
Arbeitsgerät und ländlicher Alltag im Spätmittelalter. Quellen und Quellenkritik

10.10 - 10.30 Uhr Kaffeepause

10.35 - 11.05 Uhr Dr. Norbert Goßler (Berlin)
Mittelalterliches Reitzubehör. Versuch einer realienkundlichen Betrachtung

11.15 - 11.55 Uhr Christoph Schmidt (Marburg)
Holzgerät im Alltag des frühen und hohen Mittelalters

12.00 - 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 - 14.00 Uhr Dr. Klaus Sippel ( Marburg)
Kupferbergbau in Osthessen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit.
Wirtschaftsarchäologische Funde und Befunde

14.10 - 14.40 Uhr Ulrich Klein M.A. (Marburg)
Die Erforschung der materiellen Kultur in der Stadtarchäologie

14.50 - 15.15 Uhr Kaffeepause

15.15 - 15.45 Uhr Michael Losse M.A. (Marburg / Singen)
"kein eintzigh gemach vom regen frei und drucken ...". Quellen zum Alltag auf Burgen in der Eifel vom 15. bis zum 17. Jh.

16.00 - 16.30 Uhr Dr. Reinhard Friedrich (Braubach)
Archäologische Zeugnisse zum Alltag auf mittelalterlichen Burgen.
Das Beispiel der Burg Bommersheim

16.40 - 17.10 Uhr Wolfram R. Keller (Marburg)
Realien als narrative Dreh- und Angelpunkte in Geoffrey Chaucers
Canterbury Tales

Samstag, 15. Nov. 2003

9.00 - 9.30 Uhr Ines Heiser (Marburg)
Öffentliche Räume als Ausdruck städtisch-politischen Selbstverständnisses

9.40 - 10.10 Uhr HD Dr. Klaus Niehr (Marburg)
Wo die Heiligen wohnen. Hagiographische Häuslichkeit in der Malerei des
Spätmittelalters

10.20 - 10.35 Uhr Kaffeepause

10.35 - 11.05 Uhr PD Dr. Irmgard Fees (Leipzig)
Schreiben im Mittelalter - die realienkundliche Seite

11.15 - 11.45 Uhr Barbara Leupold M.A. (Marburg)
Der Medium Buchdruck als Vermittler von Normen und Wissen am Übergang zur Neuzeit - Möglichkeiten und Grenzen


11.55-12.25 Uhr Dr. Ulrich Ritzerfeld (Marburg)

Spätmittelalter am Oberrhein. Alltag, Handwerk und Handel (Karlsruhe) -
Die Ritter (Speyer). Konzepte zweier Ausstellungen aus der Sicht der
Landesgeschichte

12.30 - 13.00 Uhr Schlussdiskussion


Tagungsort

Philipps-Universität Marburg
Geisteswissenschaftliche Institute, WRC 916
Wilhelm-Röpke-Str. 6 C, 35032 Marburg


Die Teilnahme ist frei.
Um Anmeldung schriftlich oder per E-Mail wird gebeten.


Kontakt und Anmeldung

PD Dr. Otto Volk
Hessisches Landesamt
für geschichtliche Landeskunde
Wilhelm-Röpke-Str. 6 C
35032 Marburg
Tel. 06421/28-24578 Fax: 28-24799
E-Mail: Otto.Volk@staff.uni-marburg.de
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