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Dix-Zyklus "Der Krieg" in Heidelberg

11.11.2003 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Prof. Schubert aus dem Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg organisiert mit dem Friedrich-Ebert-Haus eine Ausstellung des berühmten Zyklus von Otto Dix aus dem Jahr 1924 - Eröffnung am 23. November - Bis Januar 2004 zu sehen

Prof. Dr. Dietrich Schubert aus dem Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg organisiert gemeinsam mit dem Friedrich-Ebert-Haus in Heidelberg für die Monate November 2003 bis Januar 2004 eine Ausstellung des berühmten Zyklus von 50 Radierungen "Der Krieg" von Otto Dix aus dem Jahre 1924. Es handelt sich um eine Leihgabe der Dix-Sammlung in der Galerie der Stadt Stuttgart. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 23. November, 11.00 Uhr, in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte (Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg).

Nach Meinung der Kunstwissenschaft gehört dieser graphische Zyklus nicht nur zum Charakteristischen des Realismus der Weimarer Republik, sondern auch zum Bedeutendsten innerhalb der bildenden Künste der Moderne vor 1933. Dix hatte den Krieg-Zyklus zum Jahr 1924, das von den Pazifisten zum Antikriegsjahr erklärt wurde, geschaffen und dabei bewusst an die Tradition des Realismus des Spaniers Francisco de Goya angeknüpft, dessen Desastres de la Guerra um 1810 entstanden.

Die Mappen von Dix erregten großes Aufsehen in den 20er Jahren. Die Nationalisten, die den Krieg als "heldische" Bewährung und Opfer im Sinne von Ernst Jünger deuteten, bekämpften sie journalistisch; die Nazis, die einen neuen Revanche-Krieg vorbereiteten, beschimpften die Radierungen in München 1937 als "Wehrsabotage" und beschlagnahmten die Mappen aus den Museen. Heute sehen wir in den Dix-Graphiken die bedeutendste Darstellung des Sterbens im 1. Weltkrieg, entrollt in einer tragischen Reihe von 50 graphischen Blättern hohen handwerklichen Könnens.

Die Eröffnung der Ausstellung im Ebert-Haus findet am Sonntag (23. November, 11 Uhr) mit einer einführenden Rede von Prof. Schubert statt, der im vergangenen Jahr im Jonas-Verlag Marburg eine kommentierte Buchausgabe des bedeutenden Zyklus publiziert hat.

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Dietrich Schubert
Kunsthistorisches Institut der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542342

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte
Tel. 06221 91070, Fax 910710
friedrich@ebert-gedenkstaette.de
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