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Was ist eigentlich Popjournalismus?

15.11.2003 - (idw) Universität Bremen

Tagung mit zahlreichen Praktikern vom 21. - 23. November 2003 in Bremen

Die "Berliner Seiten" der FAZ sind zugeschlagen und das "jetzt-Jugendmagazin" der Süddeutschen Zeitung gibt es nicht mehr. Was ist los bei den von der Anzeigenkrise gebeutelten Zeitungen? Können sie sich Formen des Schreibens abseits des Nachrichtenjournalismus und des Debatten- und Rezensionsfeuilletons nicht mehr leisten? Ist der Popjournalismus am Ende? fragen (sich) Feuilletonisten landauf, landab. Damit macht ein Begriff die Runde, dessen Konturen unklar sind. Geht es beim Popjournalismus um journalistisches Schreiben über Popmusik? Geht es um die deutsche Form des angelsächsischen New Journalism, um das Ausdrücken von Lebensgefühlen, Zeitgeist, Jugendlichkeit? Um Begeisterung für das ewige Spiel der Mode? Antworten auf diese Fragen werden bei der Tagung "Popjournalismus - Erscheinungsformen und Konzepte" gesucht. Die Veranstaltung vom 21. - 23. November 2003 wird vom Instituts für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien und dem Bremer Instituts für Kulturforschung der Universität Bremen gemeinsam mit dem Bremer Literaturkontor, dem Jungem Theater Bremen und der Schwankhalle organisiert.

Mit der Tagung wird das Ziel verfolgt, Popjournalismus als ein zwar geschlossenes, aber nicht homogenes Feld abzubilden. Verschiedene Positionen des Popjournalismus sollen sichtbar werden und miteinander ins Gespräch kommen. Wesentlichen Fragen sind hierbei: Welche Haltungen kennzeichnen den Popjournalismus? In welchen Schreibweisen tritt er in Erscheinung? Welche Kriterien bilden die Grundlage seiner Geschmacksurteile? Bei der Tagung soll es sich nicht um intellektuelle Luftübungen im universitären Elfenbeinturm handeln. Deshalb sind zahlreiche Referenten und Diskussionsteilnehmer aus der Praxis eingeladen worden: Elke Buhr (FR), Kerstin Grether (Freie Journalistin, taz, FR, Intro), Joachim Hentschel (Rolling Stone, Tageszeitungen), Felix Klopotek (Kölner Stadtrevue, Testcard), Linus Volkmann (Intro), Alexis Waltz (Freier Journalist, De:Bug, Groove, Spex), Tobias Kniebe (SZ/neon) und Oliver Fuchs (SZ).

Als Ergänzung zum Tagungsprogramm findet im Rahmen der Reihe "HÖRZU - Zeichen und Wunder" des Jungen Theaters Bremen und der Schwankhalle eine Lesung mit Plattenauflegen statt:
Sonntag, den 23. November 2003, 18:00 Uhr / Linus Volkmann & Thomas Venker - smells like niederlage und andere Geschichten darüber, wie's sich mit Pop so lebt.


Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Kulturwissenschaften
Bremer Institut für Kulturforschung (bik)
Jochen Bonz
Tel. 0421 530037
E-Mail: jochenbonz@aol.com
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