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Über 20.100 Studierende an der Uni Stuttgart - Maschinenbau und Luft- und Raumfahrttechnik boomen

18.11.2003 - (idw) Universität Stuttgart

Erstsemesterzahlen deutlich gestiegen

Der Trend nach oben setzt sich fort: 20.118 Studierende sind im Wintersemester 2003/04 an der Universität Stuttgart eingeschrieben. Dies sind rund 1.500 "Köpfe" und rund 400 Erstsemester mehr als im Vorjahr (1) mit insgesamt 18.560. Neu eingeschrieben haben sich insgesamt 4.893 Studierende (Vorjahr 4.484); darunter sind 1.202 ausländische Studierende (Vorjahr 1402), 4.157 Ersteinschreiber (Vorjahr 3.762) und 736 Neueinschreiber (2) (Vorjahr 722). Ingesamt verzeichnet die aktuelle Studentenstatistik 6.552 Frauen (Vorjahr 6.029) und 5.429 ausländische Studierende (Vorjahr 4.905).
Diese Zahlen erinnern an den Beginn der 90er Jahre, als die Studentenzahl an der Uni Stuttgart immer um die 20.000 pendelte. Nach einem Höchststand mit über 21.500 Studierenden im Wintersemester 1993/94 waren - einem bundesweiten Trend folgend - die Zahlen knapp unter 16.000 im Wintersemester 1999/2000 gesunken und seither kontinuierlich gestiegen. An der Universität Stuttgart sieht man den erneuten Zuwachs mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Einerseits spiegelt die starke Nachfrage nach Studiengängen aus dem Bereich Maschinenbau die Attraktivität der Universität Stuttgart als Ausbildungsstätte", sagt dazu Uni-Rektor Prof. Dieter Fritsch. "Auf der anderen Seite müssen wir dafür sorgen, dass auch bei den nun sehr hohen Studentenzahlen - zum Teil sitzen in Grundvorlesungen des Maschinenbaus weit über 1.000 Studierende - die Qualität der Ausbildung erhalten bleibt. Dies ist in der heutigen Zeit mit ihren starken finanziellen Restriktionen nicht ganz einfach", betont er.

Ingenieurstudiengänge enorm nachgefragt
Betrachtet man die Nachfrage nach den einzelnen Studiengängen (3), dann fällt der enorme Zuwachs in den Fächern des Maschinenbaus auf, insbesondere Fahrzeug- und Motorentechnik mit 356 Anfängern (Vorjahr 208) und Technologiemanagement mit 229 Anfängern (Vorjahr 183) liegen in der Gunst des studentischen Nachwuchses ganz oben. 342 junge Leute haben sich im "klassischen" Studiengang Maschinenwesen eingeschrieben (Vorjahr 252). Automatisierungstechnik in der Produktion haben 258 gewählt (Vorjahr 184). Ungebrochen ist auch das Interesse an Luft- und Raumfahrttechnik, das mit 318 Anfängern immer noch deutlich überbucht ist (Vorjahr 337). Technische Kybernetik verzeichnet 86 Anfänger (Vorjahr 69) und Verfahrenstechnik 58 (Vorjahr 39). Wieder deutlich angezogen hat die Nachfrage nach Informatik mit jetzt 174 Anfängern (Vorjahr 127) und Softwaretechnik mit 139 Anfängern (Vorjahr 68), während Elektrotechnik und Informationstechnik mit 212 Anfängern (Vorjahr 222) leicht abgenommen hat. Für das Bauingenieurstudium haben sich 90 Anfänger eingeschrieben (Vorjahr 87), Umweltschutztechnik haben 137 begonnen (Vorjahr 114), Immobilientechnik und -wirtschaft verzeichnet 45 Anfänger (Vorjahr 38). Ungebrochen ist auch die Nachfrage nach Technischer Betriebswirtschaftslehre mit 225 Anfängern (Vorjahr 217), Technische Biologie verzeichnet dieses Semester 70 Neustarter (Vorjahr 44). 258 Anfänger haben das Architekturstudium aufgenommen (Vorjahr 184).

Naturwissenschaften
Leichten Zuwachs verzeichnet Chemie im Diplomstudiengang mit 119 Anfängern (Vorjahr 114) und beim Lehramt mit 31 (Vorjahr 13). In Physik haben sich 126 für den Diplomstudiengang (Vorjahr 112) entschieden und 15 für das Lehramt (Vorjahr 21). Mathematik verzeichnet 77 Anfänger beim Diplom (Vorjahr 92) und 82 beim Lehramt (Vorjahr 80). 82 junge Leute haben sich für den Diplomstudiengang Geographie entschieden (Vorjahr 78) und 44 für das Lehramt (Vorjahr 88). 16 Anfänger haben den Diplomstudiengang Technische Geowissenschaften begonnen (Vorjahr 13). Den Diplomstudiengang Werkstoffwissenschaften haben 41 junge Leute aufgenommen (Vorjahr 30).

Geistes- und Sozialwissenschaften
Bereits auf die Bewerberzahlen ausgewirkt (4) hatte sich der in einigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern eingeführte Numerus clausus und das damit verbundene Hochschulauswahlverfahren. Dies gilt beispielsweise für Anglistik mit 199 Anfängern (Magister und Lehramt) gegenüber 341 im Vorjahr, für Germanistik mit 211 (Vorjahr 378) oder für Kunstgeschichte mit 98 (Vorjahr 131). Zu-wachs verzeichnet dagegen beispielsweise Geschichte mit 217 Anfängern (Vorjahr 206), Politikwissenschaft mit 135 (Vorjahr 116), Sozialwissenschaften mit 139 (Vorjahr 68), Philosophie mit 148 (Vorjahr 135), Berufspädagogik mit 86 (Vorjahr 42), Italianistik mit 98 Anfängern (Vorjahr 89) oder Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft mit 87 gegenüber 50 Anfängern im Vorjahr.

Bachelor nur sehr zurückhaltend angenommen
Die Möglichkeit eines Bachelorabschlusses wird bisher nur sehr zurückhaltend angenommen: Mit Ausnahme der Studiengänge Deutsch als Fremdsprache mit 36 Anfängern, Wirtschaftsinformatik mit 50 (Vorjahr 38), Computational Physics mit 11 (Vorjahr 5), Anglistik mit 11, Kunstgeschichte mit 10 haben sich vor allem in Geistes- und Sozialwissenschaften nur sehr vereinzelt junge Leute eingeschrieben. Beschränkt sind weiterhin die Zulassungszahlen für die internationalen Masterstudiengänge wie Computational Mechanics of Materials and Structures mit 22 Anfängern (Vorjahr 29), Information Technology mit 31 Anfängern (Vorjahr 77), Infastructure Planning 32 (Vorjahr 26), Physics 25 (Vorjahr 21), Water Resources Engineering and Management (WAREM) mit 35 (Vorjahr 52) und Air Quality Control, Solid Waste and Waste Water Process Engineering (WASTE) mit 25 (Vorjahr 24). Den deutsch-französischen Diplomstudiengang Sozialwissenschaften haben 9 junge Leute begonnen (Vorjahr 10).

(1) Bezugsjahr ist hier immer das Wintersemester 2002/2003.

(2) Neueinschreiber sind Studierende, die bereits früher an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren.
(3) Hier werden nicht alle der mehr als 50 Stuttgarter Studiengänge genannt. Die Zahlen entsprechen dem Stand vom 12.11.2003; leichte Veränderungen sind noch möglich.
(4) Siehe dazu unsere Pressemitteilung Nr. 64/2003 vom 18.8.2003 unter www.uni-stuttgart.de/aktuelles/presse/2003/64.html.
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