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Symposium: Was ist Gerechtigkeit?

18.11.2003 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wer definiert, was gerecht ist und was nicht? Gibt es eine einzige gerechte Ordnung, oder ändert sich der Gerechtigkeitsbegriff zwangsläufig mit der ökonomischen, politischen und sozialen Entwicklung einer Gesellschaft? Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Kirche? Kann sie - neben einem abstrakten Gerechtigkeits-Ideal - auch konkrete Maßstäbe für Politik und Gesellschaft (durch)setzen? Um diese Fragen dreht sich am Mittwoch, 26. November, ab 9.30 Uhr ein Symposium an der Universität Bonn. Zu der Veranstaltung im Festsaal des Universitäts-Hauptgebäudes sind auch interessierte Laien herzlich eingeladen.

Der Vorsitzende der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz Monseñor Jorge Enrique Jiménez Carvajal wird das Symposium mit seinem Vortrag zur Rolle der Kirche und zum Gerechtigkeitsbegriff eröffnen. Der Bischoff von Zipaquirá bekleidet in diesem Wintersemester die Stiftungsprofessur "Andrés Bello und Simon Bolívar" an der Bonner Uni. Die weiteren Vorträge von Prof. Isensee, Prof. Höver und Weihbischoff Schwarz (Trier) beschäftigen sich mit der Definition von Gerechtigkeit, mit Menschenrechten und Minderheitenschutz sowie dem Leben des ehemaligen Erzbischofs von San Salvador, Oskar Romero, der 1980 während eines Gottesdienstes von Mitgliedern einer Terrororganisation am Altar erschossen wurde. Eine Podiumsdiskussion schließt die Veranstaltung ab.

Neues Lateinamerika-Zentrum mit interdisziplinärer Ausrichtung

Mitveranstalter des Symposiums ist - neben der Katholisch-Theologischen Fakultät - das neu gegründete internationale Lateinamerika-Zentrum der Uni Bonn. Es bündelt unter seinem Dach die Aktivitäten der Universität zum Leitthema "Lateinamerika". Dazu gehören so unterschiedliche Schwerpunkte wie Menschenrechte und rechtsstaatliche Entwicklung, Wirtschaft, Städteplanung oder Kulturgeschichte, aber auch Biodiversität und Naturressourcen-Management - also beispielsweise die umstrittene Frage, inwieweit Patente auf biologische Ressourcen zulässig sind.

Das interdisziplinäre Zentrum wird regelmäßig Sommerschulen, Symposien und Workshops durchführen sowie Ringvorlesungen und Doktorandenseminare organisieren. Ihm steht ein internationaler Beirat zur Seite, dem der ehemalige Staatspräsident Kolumbiens Andrés Pastrana Arango, Botschafter a.D. Erik Becker Becker (Venezuela) sowie Botschafter a.D. Klaus-Jürgen Duisberg (zuletzt in Brasilia), die stellvertretende Generalsekretärin der Alexander von Humboldt-Stiftung Dr. Gisela Janetzke sowie der Lateinamerika-Beauftragte der Bundesregierung Dr. Peter Scholtz angehören. Die Geschäftsstelle des Lateinamerikazentrums ist im Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität angesiedelt, Geschäftsführender Direktor ist Professor Dr. Paul L.G. Vlek.
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