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Lieber Online als Hotline: Junge Firma will eCommerce verbessern

18.11.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Christian Betz ist flügge geworden. Der 30-jährige Informatiker, der zurzeit promoviert, hat sein an der Uni Würzburg erworbenes Wissen für den Aufbau einer Software-Firma genutzt. Weil der Freistaat Bayern solche Aktivitäten für sehr wünschenswert hält, unterstützt er Betz jetzt mit einem Flügge-Stipendium.


"Digitalkamera gesucht. 1.000 Angebote gefunden. Frustiert aufgegeben. Kein gutes Szenario. Wir bieten ein besseres!" So wirbt die Würzburger knowIT-Software für ihre Produkte. Foto: knowIT-Software GmbH Das bayerische Förderprogramm, das dem Würzburger Informatiker seit Mitte Oktober zusätzliche Flügel verleiht, will Unternehmensgründungen aus Hochschulen Auftrieb geben. Zu diesem Zweck bekommen die Gründer bis zu zwei Jahre lang eine Halbtagsstelle an der Universität bezahlt - das soll ihren Lebensunterhalt sichern. Parallel zur Arbeit an der Hochschule können sie ihre Firma aufbauen.

Wie sieht die Geschäftsidee aus, die das Wissenschaftsministerium für förderungswürdig befunden hat? Die knowIT-Software GmbH, die Christian Betz zusammen mit seiner Frau Ruth führt, will die Beratung und den Verkauf über das Internet verbessern: "Bislang mussten Kunden beim Online-Kauf eines Handys oder einer Digitalkamera auf Beratung verzichten oder langwierig und kostenintensiv mit telefonischen Hotlines verhandeln", so Betz. Das habe bei komplexen Produkten zu einer mangelnden Akzeptanz der so genannten eCommerce-Angebote geführt.

Darum hat der Würzburger Informatiker ein Softwaresystem entwickelt, das eine Beratung im Internet möglich macht: Sein integriertes Expertensystem analysiert in einem interaktiven Dialog den Bedarf des Kunden und empfiehlt ihm dann die passenden Produkte. "Diese Beratung findet komplett online statt, also ohne dass der Kunde noch einmal zum Telefonhörer greifen muss", wie Betz erklärt.

Für die Anbieter senke diese Internet-Beratung nicht nur die Kosten, sondern eröffne auch neue Möglichkeiten, nämlich die Online-Vermarktung komplexer Produkte: Versicherungen oder Bausparverträge zum Beispiel konnten laut Betz bisher kaum per eCommerce abgesetzt werden. Für ein Drittel der Anbieter sei das der Grund gewesen, gar nicht erst ins elektronische Geschäft einzusteigen.

Beratungsbedarf bestehe nicht nur im eCommerce, sondern auch beim elektronischen Kontakt der Bürger mit der öffentlichen Verwaltung, dem so genannten eGovernment. Auch hierfür hat knowIT-Software Werkzeuge entwickelt - sei es nun in Form "intelligenter" Formulare, die einen Antragsteller beim Ausfüllen unterstützen, oder als Beratung über den richtigen Standort für eine Firmenansiedlung.

An der Uni Würzburg arbeitet knowIT-Software nicht nur mit dem Lehrstuhl für Informatik VI (Künstliche Intelligenz und Angewandte Informatik) zusammen, sondern auch mit dem Lehrstuhl für BWL und Marketing. Mit Hilfe einer weiteren Förderung durch den Freistaat Bayern wird das junge Unternehmen sich und seine Produkte auf der CeBIT in Hannover (18. bis 24. März 2004) am Stand von "Bayern Innovativ" vorstellen.

Weitere Informationen: knowIT-Software GmbH, Sonnenstraße 23, 97072 Würzburg, T und Fax (0931) 8803608, E-Mail: info@knowit-software.de
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