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Humboldt-Forschungspreisträger Samuel Weber lehrt im Wintersemester an der LMU

18.11.2003 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

München, 17. November 2003 - Der international renommierte Literatur-und Kulturwissenschaftler Professor Samuel Miles Weber forscht und lehrt als Humboldt-Forschungspreisträger an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. In diesem Wintersemester ist Weber Gast im Promotionsstudiengang Literaturwissenschaft. Er wird gemeinsam mit Professor Bernd Scheffer das Basisseminar "Die Unheimlichkeit der Medien" leiten und am Symposion "Theorie und Ästhetik der Wiederholung", das vom 5. bis 7. Dezember 2003 im Kloster Seeon stattfindet, teilnehmen. Zudem steht er für die Doktoranden des Promotionsstudienganges als Betreuer zur Verfügung.

Weber, Avalon Professor of Humanities at Northwestern University, Chicago, machte sich vor allem mit seinen Untersuchungen zu Jacques Lacan, Sigmund Freud, Jacques Derrida und Walter Benjamin einen Namen. Mit seiner hierzulande bekanntesten Monographie "Rückkehr zu Freud: Jaques Lacans Ent-Stellung der Psychoanalyse" hat er das Denken des französischen Psychoanalytikers Lacan in Deutschland bekannt gemacht. Der Kosmopolit Weber ist Vermittler zwischen den nationalen Wissenschaftskulturen Deutschlands, Frankreichs und den USA. In den letzten Jahren profilierte er sich verstärkt als Medientheoretiker und fordert eine radikale Erweiterung des Medienbegriffs. Medien begreift Weber nicht nur als technisches Instrument. In ihnen vollziehen sich vielmehr die Gedanken des Rezipienten, so Weber. Die Rezeption von Medien werde daher zunehmend ambivalent und münde in einer "Derealisierung", die zu einer Auflösung der traditionellen Abgrenzung von Nähe und Ferne, Eigenem und Fremdem führe. Die Folge könne sowohl Angst und Aggression als auch Faszination und Hoffnung sein.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) vergibt jährlich bis zu 100 Humboldt-Forschungspreise an international anerkannte ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit der Preisverleihung wird die wissenschaftliche Lebensleistung der Preisträger gewürdigt. Die Preisträger werden darüber hinaus eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkolleginnen und -kollegen durchzuführen. Die Preise sind mit bis zu 75.000 Euro dotiert. (ms)
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