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Hubert Markl übergibt Präsidentenamt an Peter Gruss

10.06.2002 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Neuwahlen der Vizepräsidenten und der Mitglieder von Senat und Verwaltungsrat bei der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft vom 12. bis 14. Juni in Halle

Wechsel an der Spitze der Max-Planck-Gesellschaft bestimmen ihre 53. Jahresversammlung vom 12. bis 14. Juni in Halle an der Saale: Prof. Hubert Markl übergibt das Amt des Präsidenten an Prof. Peter Gruss, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Ihrer Satzung entsprechend - die Max-Planck-Gesellschaft hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins - wählt in diesem Jahr der Senat aus seinen Reihen vier neue Vizepräsidenten, den Schatzmeister und weitere Mitglieder des Verwaltungsrats. Außerdem wählen die Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft bei ihrer 53. Ordentlichen Hauptversammlung bis zu 17 Senatoren neu beziehungsweise für eine weitere Amtsperiode von sechs Jahren.

Am Beginn der öffentlichen Veranstaltungen zur 53. Jahreshauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft steht am Mittwoch, 12. Juni, um 19.30 Uhr im Audimax der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsplatz, der öffentliche Vortrag: Prof. Angela Friederici, Direktorin am Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung, Leipzig, berichtet unter dem Titel "Wie wir Sprache verstehen: Neuronale Präzision in Raum und Zeit" über ihre Forschungsarbeiten. Der Eintritt zum Vortrag mit anschließender Diskussion ist frei und jeder Interessierte willkommen.

Höhepunkt der Jahresversammlung ist die Festversammlung am Freitag, 14. Juni, 10.00 Uhr, im Festsaal des Kempinski Congress Centre, Franckestraße 1. Nach Grußworten von Ingrid Häußler, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle, Prof. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, und Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung, folgt die Abschiedsrede von Prof. Hubert Markl. Nach der feierlichen Übergabe der Amtskette hält Prof. Peter Gruss, der neue Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, seine Ansprache.

Auch in diesem Jahr ehrt die Max-Planck-Gesellschaft anlässlich ihrer Jahresversammlung wieder hervorragende Nachwuchsforscher aus verschiedenen Max-Planck-Instituten: 32 junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erhalten für ihre Forschungsarbeiten die Otto-Hahn-Medaille. Diese nach dem Nobelpreisträger für Chemie und ersten Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft benannte Auszeichnung wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen im Jahr 2001 an junge Forscher unter 30 Jahren verliehen und ist mit 2600 Euro sowie der Förderung eines einjährigen Aufenthalts an einer Forschungseinrichtung im Ausland verbunden. Seit Beginn dieses Förderprogramms im Jahr 1978 hat die Max-Planck-Gesellschaft insgesamt 501 Nachwuchsforscher für hervorragende frühe wissenschaftliche Leistungen mit der Otto-Hahn-Medaille geehrt.

Als jüngste Doktorandin wird Dr. Christiane Kirchhof aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg, mit dem diesjährigen Dieter-Rampacher-Preis ausgezeichnet, die ihre Promotion mit knapp 26 Jahren abschloss. Der Preis ist mit einem Anerkennungsbetrag von 1600 Euro verbunden und soll als Anreiz für eine Promotion in jungen Jahren dienen. Mit einem Sonderpreis wurde die Dissertation von Dr. Simone Jorden vom Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht, München, bedacht, die ebenfalls mit knapp 26 Jahren und der Note "summa cum laude" promovierte.

Wissenschaftler aus verschiedenen Max-Planck-Instituten besuchen anlässlich der Jahresversammlung die höheren Schulen von Halle und Umgebung, um über aktuelle Ergebnisse moderner Forschungsarbeiten zu berichten. An 26 Bildungseinrichtungen in Halle, Wolfen, Köthen oder Zerbst werden rund 50 verschiedene Schulvorträge gehalten, die Themen reichen von "Woher wissen Zellen, wann sie sterben müssen?" über "Die Evolution von Dummheit" und "Kernfusion, Kernspaltung und Solarenergie - Erfolge und Aussichten neuer Technologien zur künftigen Energieversorgung" bis "Wie demokratisch ist die europäische Union?" oder "Die sogenannte Russenmafia". Schüler und Lehrer werden im Rahmen dieser Veranstaltungen auch direkt angesprochen - mit Vorträgen wie "Hausaufgaben in der Schule - ein notwendiges Übel" oder "Gewalt unter Jugendlichen - zwischen Verharmlosung und Panikmache?".

Die Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Als selbstverwaltete Forschungsorganisation in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins legt sie bei der Versammlung ihrer Mitglieder Rechenschaft über ihre Aktivitäten ab. Der Jahresbericht wird anschließend veröffentlicht. Außerdem tagen in nicht-öffentlichen Sitzungen die Entscheidungsgremien der Max-Planck-Gesellschaft, nämlich Verwaltungsrat und Senat sowie die drei Sektionen des Wissenschaftlichen Rats. Beraten wird unter anderem über Angelegenheiten der Institute, wie etwa die Berufung neuer Wissenschaftlicher Mitglieder, und geplante forschungspolitische Aktivitäten.

Die Max-Planck-Gesellschaft ist der erkenntnisorientierten und anwendungsoffenen Grundlagenforschung in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften verpflichtet. Sie greift vor allem zukunftsträchtige Forschungsrichtungen auf, die an den Universitäten noch keinen angemessenen Platz gefunden haben und dort wegen ihres interdisziplinären Charakters oder des nötigen langfristigen Aufwands weniger gut verwirklicht werden können. Auf diese Weise ergänzen sich Max-Planck-Institute und Universitäten wechselseitig.

Insgesamt betreibt die Max-Planck-Gesellschaft 80 Institute und Forschungseinrichtungen, 20 davon in den neuen Ländern. Sie beschäftigt über 11.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu rund 7.600 studentische Hilfskräfte, Doktoranden, Postdoktoranden und Gastwissenschaftler.

Der Gesamthaushalt der Max-Planck-Gesellschaft ist für das Jahr 2002 auf 1,25 Milliarden Euro veranschlagt. Er stammt größtenteils aus öffentlichen Mitteln, die vom Bund und den Bundesländern zu etwa gleichen Teilen aufgebracht werden.


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Einladung zur Pressekonferenz

Anlässlich ihrer Jahresversammlung lädt die Max-Planck-Gesellschaft ein zu einer
Pressekonferenz am Donnerstag, 13. Juni 2002, 14.00 Uhr,
im Hotel Maritim (Salon Moritzburg), in Halle, Riebeckplatz 4.

In diesem Rahmen berichten sowohl der scheidende Präsident Hubert Markl als auch sein Nachfolger Peter Gruss gemeinsam mit Dr. Barbara Bludau, der Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft, den Vertretern der Medien.

Bitte melden Sie sich zur Pressekonferenz und zu den weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft an.

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Bereits am Dienstag, 11. Juni 2002, feiert die Max-Planck-Gesellschaft um 16.00 Uhr die Einweihung des Neubaus für das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle, Advokatenweg 36. Darüber hinaus hat die Max-Planck-Gesellschaft in Halle zwei weitere Einrichtungen: das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, das als erstes Institut in den neuen Bundesländern gegründet wurde und am 19. April 2002 auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken konnte, und die Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung. Als vierte Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft in Sachsen-Anhalt hat in Magdeburg das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme am 23. Mai seinen Neubau offiziell eröffnet.

Hinweis: In Halle erreichen Sie das Pressereferat der Max-Planck-Gesellschaft ab Dienstag, 11. Juni 2002, im Maritim Hotel unter der Telefon-Nummer 0345/51 01-771 oder Fax: 0345/51 01-781.

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