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"Männer, Väter, Jungen - kontrovers"

21.11.2003 - (idw) Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

"Männer, Väter, Jungen - kontrovers"
Das neue Heft standpunkt: sozial - Hamburger Forum für Soziale Arbeit aus dem Fachbereich Sozialpädagogik der HAW

Arbeitslosigkeit, Individualisierung und die Emanzipation der Frau haben das herkömmliche Bild vom Mann als "starkem Geschlecht" immer fragwürdiger werden lassen. Die Kluft zwischen alten Rollenklischees und tatsächlicher Lebens- und Arbeitssituation verunsichert viele Männer in ihrem Selbstverständnis. Wie gehen Männer damit um und wie kann die Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik sie dabei unterstützen?

Unter dem Titel "Männer, Väter, Jungen - kontrovers" nimmt das neue Heft von standpunkt: sozial - Hamburger Forum für Soziale Arbeit aus dem Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg hier eine Bestandaufnahme vor und zeigt Wege aus der Krise auf. Systematisch ist das Heft in die drei Themenbereiche die Identität Mann, die Vaterrolle und die Zeit des Heranwachsens unterteilt.

Beispielsweise schreibt Jürgen Budde über "Dynamische Männlichkeiten". Er greift damit die Sicht des australischen Männerforschers Robert W. Connell auf, der konstruktivistisch von "Männlichkeiten", d.h. Weisen des Mann-Seins spricht, die sich in einem Feld von Macht und Herrschaft in einem beständigen Wandel befinden. Und über die Lebensweisen der Schwulen in Abgrenzung zu vorgeformten Lebensweisen heterosexueller Männer sowie über die schwule Infrastruktur in Hamburg berichtet Marc Grenz vom Hamburger Schwulen Infoladen "Hein & Fiete".

Mit seinem Beitrag "Väter, diese unbekannten Wesen" führt Wolfgang Hantel-Quitmann, Psychologe am Fachbereich Sozialpädagogik, Familientherapeut und Vater, in das Thema "Väter" ein. Gisela Notz, Soziologin an der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn, fragt anschließend provokant: "Sind die 'neuen Väter' die alten Paschas? Oder stellen Frauen ihre Ansprüche zu leicht zurück?"

Einen differenzierten Einstieg in das Thema Jungenarbeit, ihre "Konzepte, Ziele, Arbeitsweisen" bietet Benedikt Sturzenhecker vom Studiengang Sozialpädagogik der FH Kiel. Für ihn ist Jungenarbeit angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten für Jungen, eine "selbstbestimmte und mitverantwortliche Geschlechtsidentität" zu entwickeln, notwendiger denn je. Dass in der Jungenarbeit das Thema sexuelle Orientierung bearbeitet und wie eine Aufgeschlossenheit gegenüber einer "Pluralität von Lebensentwürfen" entwickelt werden kann, vermittelt der praxisorientierte Beitrag des Jungenarbeiters Wolfgang Weller.

Im umfangreichen Informations-Teil des Heftes geht es dann um die Themen: Veränderte Bedingungen für die Ambulante Behindertenhilfe in Hamburg, "Sinn und Unsinn stadtteilbezogener Ansätze Sozialer Arbeit" und Beobachtungen an der Züricher Hochschule für Soziale Arbeit (HSSAZ). Weitere Beiträge informieren über neue Aspekte der Aus- und Fortbildung im Bereich der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg.

Das Heft umfasst 124 Seiten und kann für 7 Euro (inklusie 2 Euro Versandkosten) bestellt werden bei: standpunkt : sozial, HAW Hamburg, Fachbereich Sozialpädagogik, Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg oder per E-Mail: dietrich.treber@sp.haw-hamburg.de
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