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Buch stellt erstmals Werke der "Bibliotheca Sudhoffiana" vor

21.11.2003 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Der Gründer der Medizingeschichte, Karl Sudhoff, wurde vor 150 Jahren geboren

Karl Sudhoff (1853-1938), Leiter des weltweit ersten Instituts für Medizingeschichte an der Universität Leipzig, besaß eine der umfangreichsten Privatbibliotheken zur Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Die "Bibliotheca Sudhoffiana" umfasste 4.000 außergewöhnliche wie faszinierende Werke - darunter vielfach kostbare und seltene Bücher zur Geschichte der Humanmedizin und der Naturwissenschaften.

Nun legt Professor Dr. Andreas Frewer, Juniorprofessor in der Abteilung Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), den Band "Bibliotheca Sudhoffiana. Medizin und Wissenschaftsgeschichte in der Gelehrtenbibliothek von Karl Sudhoff" vor. Er entstand aus einem umfangreichen Katalogisierungsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek in München und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die beide das Projekt finanziell unterstützten. Das Werk dokumentiert den vollständigen Bestand der Sudhoffschen Bibliothek und erschließt ihn durch wissenschaftshistorische Analysen. Ein Übersichtsartikel zu Geschichte und Struktur der Bibliothek, Konkordanz und Register sowie ein historischer Beitrag Sudhoffs zu medizinischen Bibliotheken runden die Edition ab. "Es ist eine besondere Freude, dass wir nach langen Jahren der Vorbereitung die bedeutende Sammlung zum 150. Geburtstag des Nestors medizinhistorischer Forschung der Fachwelt und der Öffentlichkeit vorstellen können", sagt Professor Frewer.

Karl Sudhoff wurde am 26. November 1853 geboren. 1905 wurde der als Arzt in freier Praxis tätige Sanitätsrat zunächst als Extraordinarius für Geschichte der Medizin an der Universität Leipzig berufen. Er war bereits durch vielfältige Arbeiten hervorgetreten und seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften im Jahr 1901 auch deren Vorsitzender. Am 1. April 1906 wurde das weltweit erste Institut für Medizingeschichte eröffnet. Sudhoffs Interessen waren weit gespannt: Neben der Bibliothek legte er eine medizin-historische Sammlung an, erschloss mittelalterliche medizinische Quellen und erarbeitete unter anderem eine sehr gute Paracelsus-Ausgabe.

Bibliographische Angaben:

Andreas Frewer:
Bibliotheca Sudhoffiana. Medizin und Wissenschaftsgeschichte
in der Gelehrtenbibliothek von Karl Sudhoff.
Sudhoffs Archiv 52 - Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte
Franz Steiner Verlag, 2003
ISBN: 3-515-07883-5, Gebunden, 406 Seiten, Preis: 68 Euro
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