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Neuer Studiengang "Automotive" ab Herbst 2004 in Iserlohn

27.11.2003 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Angebot ist einmalig in NRW


Die Initiatoren des neuen Studiengangs, Prof. Dr. Fred Schäfer, Gründungsrektor Prof. Dr. Michael Teusner und Prof. Dr. Rainer Herbertz (v.l.) im Kolbenmaschinenlabor, wo u.a. ab Wintersemester 2004 die ersten Studierenden des Studiengangs Automotiv Grünes Licht für den Aufbau eines neuen Studiengangs "Automotive" am Standort Iserlohn hat die Fachhochschule Südwestfalen jetzt vom NRW-Wissenschaftsministerium erhalten. Ein Grund zur Freude bei den Initiatoren des neuen Studienangebots, Prof. Dr. Rainer Herbertz und Prof. Dr. Fred Schäfer, denn damit folgt das Ministerium der Einschätzung der Hochschule, dass der leistungsstarke Automobil- und Automobilzulieferstandort NRW durch ein entsprechendes Lehr- und Forschungsangebot unterstützt werden muss.

Der neue Studiengang soll ab Wintersemester 2004 als Bachelor-Studium das bisherige Studienangebot in Iserlohn ergänzen und die Studierenden gezielt auf eine berufliche Tätigkeit in der Automotive-Industrie, mit besonderer Ausrichtung auf die Automobilzulieferindustrie, vorbereiten.

Die Automobil- und Automobilzulieferindustrie zählt in NRW zu den Schlüsselbranchen. Mit rund 200.000 Beschäftigten und etwa 800 meist mittelständischen Zulieferunternehmen ist sie einer der beschäftigungswirksamsten Industrie-zweige, mit guten Wachstumsprognosen für die Zukunft. Der Zulieferindustrie kommt dabei eine wachsende Bedeutung zu, eine Folge der ständig rückläufigen Fertigungstiefe bei den Fahrzeugherstellern. Die Grenzen zwischen Zulieferern und Herstellern sind bereits fließend, beide werden angesichts des wachsenden internationalen Konkurrenz- und Kostendrucks zu Wertschöpfungspartnern in Forschung und Entwicklung sowie bei der Produktion von Kraftfahrzeugen. Von den über 10.000 Teilen, die heute in einem Auto verbaut sind, werden rund 70 Prozent von Zulieferunternehmen gefertigt und 50 Prozent von ihnen auch entwickelt. Die Zulieferunternehmen in NRW entwickeln und fertigen nahezu jedes Kfz-Teil, angefangen vom Karosseriezubehör über Inneneinrichtungen, elektrische und elektronische Bauteile, Motor- und Fahrwerkskomponenten bis hin zu Ansaug- und Abgassystemen. Auch komplette Fahrzeuge, Baugruppen oder Fahrwerke gibt es "Made in NRW".

Die derzeit bestehenden Ingenieurstudiengänge werden mit ihren Ausbildungs-profilen den spezifischen Anforderungen der Automotive-Industrie nicht optimal gerecht. Der neue Studiengang, der in enger Abstimmung mit der Industrie entwickelt wurde, soll diese Lücke schließen. Gleichzeitig greift dieser Studiengang auch das starke Interesse der jungen Menschen an automobiltechnischen Zusammenhängen auf. Die zukünftigen Studierenden können sich nach dem Grundstudium zwischen einem produktions- oder einem entwicklungsorientierten Hauptstudium entscheiden. Nach drei Jahren schließt das Studium mit dem Grad "Bachelor in Automotive-Engineering" ab.

Zur Sicherung der Qualität in der Lehre und der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung lässt die Fachhochschule Südwestfalen diesen Studiengang zurzeit von der unabhängigen Institution AQAS bewerten (akkreditieren). Hierdurch, so die Professoren Herbertz und Schäfer, "müssen von Anfang an die selbst gesteckten hohen Qualitätsansprüche nachgewiesen werden".

Mit dieser Studiengangsinitiative ist es der Fachhochschule Südwestfalen wieder einmal gelungen, zum richtigen Zeitpunkt die Interessenslage und die Erwartungen der Industrie sowie des studentischen Nachwuchses am Standort Iserlohn zusammenzubringen.
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