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GBE-Heft 18 "Neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten"

28.11.2003 - (idw) Robert Koch-Institut

& aktualisiertes GBE-Heft 2 "Sterbebegleitung" erschienen

SARS-Viren, HIV, Rotaviren, Ebolaviren, Helicobacter pylori, EHEC, Hepatitis C-Viren etc.: in den vergangenen Jahrzehnten ist durchschnittlich ein solcher Erreger pro Jahr neu identifiziert worden. Einen Überblick darüber und über wieder verstärkt auftretende, bereits bekannte Erreger, über Ursachen und Risiken, die aktuelle Entwicklung in Deutschland, über Folgen, Kosten, Prävention und Kontrolle gibt das neue (18.) GBE-Heft "Neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten".

Infektionskrankheiten sind mit rund fünfzehn Millionen Todesfällen weltweit eine der führenden Todesursachen. "Es ist vor allem das Handeln des Menschen, das die Ausbreitung von Infektionserregern erleichtert", meint Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts. Mittlerweile ist der Mensch in fast jeden Winkel der Erde vorgedrungen, das heißt, er kam mit vielen Spezies der Fauna und Flora erstmals in Kontakt, weltweite Reisetätigkeit verbreitet einen Erreger dann mit der Geschwindigkeit von Düsenflugzeugen. SARS ist dafür das jüngste Beispiel. Ausgehend von einem initial kleinen Infektionsherd in einer chinesischen Provinz "reiste" der Erreger in rund 30 Staaten und führte zu etwa 8.400 Infektionen und mehr als 900 Todesfällen.

Übertragbare Krankheiten sind inzwischen auch für das Krankheitsgeschehen in den Industrieländern wieder von größerer Bedeutung. So starben in Deutschland im Jahr 2001 über 31.000 Menschen an den Folgen einer Infektionskrankheit. Daher geht die Autorin des GBE-Heftes, Dr. Wiebke Hellenbrand vom Robert Koch-Institut, auf die wichtigsten der in Deutschland vorkommenden neuen und vermehrt auftretenden Infektionskrankheiten ein, darunter Tuberkulose, Legionellose, HIV/AIDS, Hepatitis B und C, Pertussis, die von Zecken übertragenen Erkrankungen Lyme-Borreliose, FSME und Ehrlichiose, lebensmittelübertragene Erkrankungen (deren Zahl mit Ausnahme der Salmonellosen zunimmt) oder importierte Erkrankungen. Weil es immer mehr immungeschwächte Menschen gibt, steigt auch die Zahl der sogenannten opportunistischen Infektionen (die für Menschen mit normalem Immunstatus kein oder nur ein geringes Risiko darstellen). "Daher wird es immer wichtiger, dass Informationen über neue und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten beim medizinischen Personal und auch in der Öffentlichkeit ankommen", unterstreicht Reinhard Kurth.

Das Robert Koch-Institut, das die Gesundheitsberichterstattung des Bundes in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt durchführt, veröffentlicht seit Anfang 2001 regelmäßig Themenhefte. Neben der Information über Gesundheit und Krankheit ist die Analyse und Identifikation von Handlungsbedarf ein besonderer Schwerpunkt dieser Reihe.

Das GBE-Heft 18 "Neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten" kann kostenlos schriftlich angefordert werden beim Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung, Seestraße 10, 13353 Berlin, Fax 01888 - 754-3513, E-Mail gbe@rki.de). Außerdem sind alle bislang erschienenen Themenhefte sowie weitere Informationen zur Gesundheitsberichterstattung im Internet abrufbar unter www.rki.de/GBE/GBE.HTM.

Das GBE-Heft 2 zum Thema Sterbehilfe ist jetzt in aktualisierter Form wieder erhältlich.

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Herausgeber:
Robert Koch-Institut
Pressestelle
Nordufer 20
13353 Berlin

Tel.: 01888-754-2239
Fax: 01888-754-2265
E-Mail: presse@rki.de
www.rki.de
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