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21. Deutscher Kongress für Perinatale Medizin eröffnet

28.11.2003 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Pressemitteilung
Gemeinsam für Mutter und Kind
Achtung - MedienvertreterInnen:
Nächste PK: Freitag, 28.11.03, 11.00 Uhr
Alle weiteren Presse-Infos zum 21. Deutschen Kongress für Perinatale Medizin einschl. Pressetexte zu verschiedenen Aspekten im Internet unter:
www.mwm-vermittlung.de/aktupm2003.html
Pressestelle Perinatal 2003 / MWM-Vermittlung im ICC Berlin ( Raum 26), Tel.: (030) 3038-7518
Mail: mwm@mwm-vermittlung.de

Berlin, 27. November 2003 - Der Kongress für die Medizin "um die Geburt herum" ist heute im ICC Berlin eröffnet worden. Noch bis zum Sonnabend werden deutlich über 2.000 Frauen- und Kinderärzte und -ärztinnen, Hebammen und andere Fachleute vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über die jüngsten Entwicklungen der Perinatalmedizin diskutieren.

Zu den Schwerpunkten des Kongresses gehören zum Beispiel ein Umdenken bei der Wahl der Geburtsmethode, sowohl bei Schwangeren als auch bei Geburtshelfern. Heute wird Frauen nach sorgfältiger Information über Vor- und Nachteile sowohl der "klassischen" Geburt als auch des "Kaiserschnitts" die Wahl geboten.
Im Mittelpunkt stehen ferner sehr früh geborene Babys oder solche mit extrem niedrigem Geburtsgewicht. Deren Überlebensrate konnte in den letzten Jahren enorm gesteigert werden. Oft ist auch die Chance groß, dass solche Kinder gesund bleiben. Dennoch überleben mit Hilfe der Medizin heute auch "Frühchen", die bleibende Schäden davon tragen. Hierüber gibt es eine tiefgreifende ethische Debatte - etwa, ab wann medizinische Intensivmaßnahmen unterbleiben sollten.
Fortschritte gibt es bei der vorgeburtlichen Diagnostik, die es heute ermöglicht, schon im Mutterleib manche drohende Krankheit des Ungeborenen zu behandeln. Die Experten befassen sich zudem mit der Frage, ob Arzneimittel für Schwangere 40 Jahre nach "Contergan" sicherer geworden sind.
Ein weiteres Thema ist die Zunahme von Zwillingen und Mehrlingen, die vor allem auf die Fortpflanzungsmedizin zurückgeht. Mehrlingsschwangerschaften sind mit erhöhten Komplikationsraten verbunden.
Nicht zu kurz kommen beim 21. Perinatalkongress ferner die seelischen Aspekte vor, während und nach der Geburt und die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung.

Den "Maternité-Preis" der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin - gestiftet von der Firma "Humana" - erhält in diesem Jahr Frau Prof. Gisela Enders (Stuttgart). Die Auszeichnung wurde verliehen für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Diagnostik von schwerwie-genden Infektionen in der Schwangerschaft, die insbesondere eine Gefahr das Ungeborene darstellen.
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