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Abschlusspräsentation TAMI - EU-Projekt stellt Ergebnisse vor

10.12.2003 - (idw) Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH

Brüssel, 27. November 2003. Im Rahmen der Abschlusspräsentation des von der Europäischen Kommission geförderten Projektes "TAMI" (Technology Assessment in Europe; between Method and Impact) trafen sich am 27. November im Flämischen Parlament in Brüssel Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Ergebnisse der Projektgruppe, insbesondere die Frage, wie die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für Wissenschaft und Technik verstärkt und die Kommunikation untereinander verbessert werden kann. Unter dieser Voraussetzung könnte Technikfolgenbeurteilung politische Entscheidungen besser unterstützen. Die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH hatte vor 2 Jahren die Koordination des Projekts "TAMI" übernommen. Insgesamt waren 13 europäische TA-Institute (Technology Assessment = Technikfolgenbeurteilung) an dem Projekt beteiligt.

Im ersten Schritt präsentierte die Methodengruppe ihre Definition von "Technikfolgenbeurteilung". Dies war das erste Mal, dass sich nationale Institutionen auf eine einheitlich, übergreifende Definition des Begriffs "Technikfolgenbeurteilung" verständigen konnten. Zudem entwickelte die Gruppe das Konzept "Method to Impact", mit dessen Hilfe die verschiedenen Schritte eines TA-Projektes skizziert und die Qualität eines TA-Projektes geprüft und sichergestellt werden kann.

Die Wirkungsgruppe stellte in einer Matrix die verschiedenen Rollen von Technikfolgenbeurteilung und ihre Wirkungen vor. Fallbeispiele aus vergangenen TA-Projekten verdeutlichten die dargestellten Rollen. Zukünftig soll es möglich sein, einzelne Methoden gezielt nach der bestimmten Rolle von Technikfolgenbeurteilung in dem jeweiligen Projekt auszuwählen.

Die Konferenz wurde offiziell eröffnet von Dr. Gerhard Schmid, Vize-Präsident des Europäischen Parlamentes. In seiner Rede unterstrich er die große Bedeutung von Politikberatung angesichts der zunehmenden technologischen Auswirkungen u.a. auf die Bereiche Umwelt, Energie und Biotechnologie. Politiker seien, so Schmid, heute mehr denn je vor die Aufgabe gestellt, Lösungen für immer komplexer werdende technologische Sachverhalte zu finden. Wissenschaftlich fundierte Studien, aber auch der internationale Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik bildeten heute die essentielle Voraussetzung, um zukünftige Anforderungen zu erfüllen.

Eryl McNally, Mitglied des Europäischen Parlaments, rief die TA-Community zu mehr Zusammenarbeit mit Politikern auf. TA-Institute müssten verstärkt auf die Belange von Politikern eingehen. Sowohl bei der Wahl der Themen als auch in der Art der Darstellung bestünde Verbesserungsbedarf. Kein Politiker habe Zeit, eine 300seitige Studie, die zudem in einer Wissenschaftssprache verfasst sei, zu lesen. Viel hilfreicher seien klare Handlungsoptionen.


Die Ergebnisse der Projektes werden 2004 in der Schriftenreihe "Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung" der Europäischen Akademie GmbH herausgegeben. Zudem wird das Buch angekündigt unter: www.europaeische-akademie-aw.de


Ansprechpartner für die Presse:
Dipl.-Päd. Sevim Kiliç
Europäische Akademie zur Erforschung von
Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH
Tel. 02641/973 - 313
Fax 02641/973 - 320
Email sevim.kilic@dlr.de
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