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Komplexe Systeme besser verstehen

11.12.2003 - (idw) VolkswagenStiftung

VolkswagenStiftung richtet Förderinitiative "Neue konzeptionelle Ansätze zur Modellierung und Simulation komplexer Systeme" ein

Die VolkswagenStiftung richtet eine neue Förderinitiative ein, die zum Ziel hat, das Verhalten komplexer Systeme besser zu verstehen. Als komplex gilt ein System dann, wenn es aus einer großen Zahl von Elementen besteht und es sich durch das alleinige Studium seiner "Bausteine" nicht verstehen lässt.
Beispiel: So wäre ein Kristall nach diesem Verständnis kein komplexes System, da die Kenntnis der Elementarzelle die Vorhersage der Eigenschaften des Gesamtsystems erlaubt. Demgegenüber würde ein Gehirn als komplex gelten, da dessen Funktion nicht aus dem Verhalten eines einzelnen Neurons bestimm- und erklärbar ist.

Die neue Förderinitiative "Neue konzeptionelle Ansätze zur Modellierung und Simulation komplexer Systeme" richtet sich an Theoretiker aus allen Wissenschaftsdisziplinen, die mit computerbasierten Ansätzen arbeiten. Insbe­sondere in den theoretischen Zweigen der Natur-, Bio- und Ingenieur-wissenschaften stellt die Modellierung und Simulation komplexer Systeme ein aktuelles, herausforderndes Forschungsgebiet dar, das von einem stärker interdisziplinären Herangehen profitieren wird. Eben dazu will die Stiftung auffordern.

Die Förderinitiative hält unterschiedliche Angebote bereit. Im Kern steht dabei ein Rahmenkonzept mit thematisch wechselnden Ausschreibungen. Über die Details der ersten, mit einem Antragsstichtag im Juni 2004 vorgesehenen Ausschreibung "Computersimulation molekularer und zellulärer Biosysteme sowie komplexer weicher Materie" informieren wir etwa Mitte Januar 2004.

Parallel dazu - mit dem Ziel einer langfristig besseren theoretischen Fundierung des gesamten Gebiets - wird die Stiftung einzelne Forschungsprojekte fördern zu den formalen Grundlagen komplexer Systeme. Integriert ist des Weiteren ein Instrument der Nachwuchsförderung: Forschungsstipendien an theoretisch arbeitende Physiker und Chemiker, Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die in die Biologie oder andere Fächer ohne ausgeprägte Theorietradition wechseln möchten, um dort ihre Modellierungs- und Simulationskompetenz einzubringen. Zur Stärkung der wissenschaftlichen Kommunikation bietet die Stiftung darüber hinaus - gemäß den dafür geltenden Rahmenbedingungen - das Förderinstrument der Symposien und Sommerschulen an. Ferner kann unter bestimmten Voraussetzungen von dem im vergangenen Jahr aufgelegten Angebot der Forschungsprofessuren Gebrauch gemacht werden, einer Möglichkeit zu Forschungsfreisemestern bei gleichzeitiger Entlastung in der Lehre.

Über Einzelheiten des Rahmenkonzepts und der ersten Ausschreibung informiert ab Januar 2004 ein Merkblatt für Antragsteller, abrufbar dann über www.volkswagenstiftung.de/ im Menü Förderung/Förderinitiativen.

Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/presse-news/presse03/10122003.htm

Kontakt

VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung, Telefon: 05 11/83 81 - 380,
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Kontakt
neue Förderinitiative
VolkswagenStiftung
Dr. Ulrike Bischler, Telefon: 05 11/83 81 - 350,
E-Mail: bischler@volkswagenstiftung.de
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