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Professor Dr. med. Michael Frotscher erhält den Medizinpreis der Jung-Stiftung

11.06.2002 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Professor Dr. med. Michael Frotscher erhält den mit 125.000 Euro dotierten Medizinpreis der Jung-Stiftung

Die Auszeichnungen der renommierten Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung gehen in diesem Jahr an Wissenschaftler in Freiburg, München und Bern. Den Ernst Jung-Preis für Medizin 2002 erhalten am 07. Juni 2002 in der Handelskammer Hamburg zu gleichen Teilen von jeweils 125.000 Euro Prof. Dr. med. Michael Frotscher, Direktor des Anatomisches Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Prof. Dr. Christian Haass vom Adolf-Butenandt-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität, München,

Mit diesem jährlichen Preis, der 1967 von dem Hamburger Kaufmann, Reeder und Mäzen Ernst Jung gestiftet und 1976 erstmals vergeben wurde, werden "bahnbrechende medizinische Forschungen ausgezeichnet und weiter gefördert".

Professor Frotscher erhält den Preis für seine herausragenden Forschungsarbeiten am zentralen Nervensystem, die sich speziell mit der Analyse von Faktoren beschäftigen, die die Ausbildung des Netzwerkes von Nervenbindungen und die Regeneration des zentralen Nervensystems bewirken.

Professor Dr. med. Michael Frotscher - Träger des Ernst-Jung-Preises für Medizin 2002

Die mit dem Ernst-Jung-Preis für Medizin ausgezeichneten Forschungsarbeiten von Professor Frotscher befassen sich mit Untersuchungen am zentralen Nervensystem; speziell mit der Analyse von Faktoren, die die Ausbildung des Netzwerkes von Nervenverbindungen und die Regeneration des zentralen Nervensystems bewirken. Modell für seine wissenschaftlichen Arbeiten ist die Hippocampusformation des Gehirns, die eine zentrale Rolle bei Lern- und Gedächtnisprozessen spielt.

Professor Frotscher machte bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der Entwicklung des zentralen Nervensystems: zum einen zu den Mechanismen, die der Wanderung von Nervenzellen nach ihrer Bildung zugrunde liegen; zum anderen zu den Mechanismen, die die gegenseitige Kontaktaufnahme von Nervenzellen steuern.

Diese Entdeckungen sind auch Grundlage der Nervenregeneration nach z.B. traumatischer Schädigung des Zentralnervensystems, wie z.B. bei der Querschnittslähmung.

Professor Frotscher gelang es damit nach Ansicht der Jury in hervorragender Weise mit modernen Methoden in einem interdisziplinären Ansatz neurowissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, die von der Grundlagenforschung bis zur Klinik reichen.


Kontakt:

Prof. Dr. med. Michael Frotscher
Direktor des Anatomisches Instituts I
der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Anatomisches Institut I
Albertstr. 17
D-79104 Freiburg
Tel: +49-761-203-5056
Fax: +49-761-203-5054
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