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Jenenser Herz- und Lungentransplantierte demonstrieren ihre Leistungsfähigkeit

13.12.2003 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Winterwanderung und wissenschaftliches Symposium am 13. Dezember

Seit 1999 werden in der von Prof. Dr. Thorsten Wahlers geleiteten Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der Friedrich-Schiller-Universität Jena Transplantationen von Herz und Lunge durchgeführt.

Herz- und Lungentransplantationen haben sich mittlerweile als bewährte Therapieverfahren für diejenigen Patienten etabliert, bei denen eine konservative Behandlung oder aber konventionell thoraxchirurgische Operationsverfahren nicht mehr zur Anwendung kommen können. Weltweit wurden bis heute ca. 63.000 Herztransplantationen sowie ca. 15.000 Einzel- und Doppellungentransplantationen neben 3.000 Herz-Lungen-Transplantationen durchgeführt.

In Jena konnten bisher 69 Organübertragungen eines Herzens, einer oder beider Lungen bzw. einer kombinierten Verpflanzung durchgeführt werden. Hierbei zählt die Abteilung zu den 100 Zentren weltweit, die sich schwerpunktmäßig mit der Transplantation von Lungen beschäftigt. Die Verpflanzung von Herz und Lunge kombiniert wird in Jena und weiteren 40 Zentren weltweit durchgeführt.

Diese erfolgreiche Bilanz und die große Zahl der in Nachbetreuung stehenden Patienten sind der Anlass, erstmals am 13.12.2003 ein Patientensymposium mit Winterwanderung durchzuführen, um den Erfahrungsaustausch zwischen den Patienten sowie mit Patienten auf der Warteliste zu ermöglichen. Darüber hinaus möchte die Klinik den Anstoß geben, auch in Thüringen eine regionale Selbsthilfegruppe organtransplantierter Patienten zu gründen. Dieses Ansinnen wird von Monika Kracht, der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Organtransplantierten, nachhaltig unterstützt. Patienten und deren Angehörigen wird im Rahmen dieser Veranstaltung die Gelegenheit gegeben, zu allen Aspekten der Organtransplantation Fragen zu stellen. Die Transplantationsexperten der Klinik für Herz-, Thorax-, Gefäßchirurgie wollen den Patientenkontakt untereinander verbessern und der Bevölkerung zeigen, wie segensreich derart hochkomplexe Operationsverfahren im Einzelfall sind.

Prof. Wahlers: "Ich hoffe, wir können diese segensreiche Therapieform auch denjenigen Patienten zukommen lassen, die derzeit noch glauben, dass Ihnen nicht mehr geholfen werden kann."

Weiterhin problematisch ist die Situation der Organspende in der Bundesrepublik, so dass die Transplantationsexperten an jeden einzelnen appellieren, sich einen Organspendeausweis auszustellen.


Informationen für die Medien:

Die Transplantierten treffen sich am Sonnabend (13.12.2003) um 9.15 Uhr am Ernst-Abbe-Denkmal / Carl-Zeiß-Platz.

9.30 Uhr Bustransfer zum Parkplatz Steinkreuz (Weg zum Fuchsturm).

10.00 Uhr - 10.45 Uhr Winterspaziergang zum Fuchsturm

11.00 Uhr - 12.30 Uhr Fuchsturm-Symposium

14.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Es besteht die Möglichkeit, Privatdozent Dr. Wittwer und Prof. Wahlers zu Fragen der Organtransplantation von Herz und Lunge um 9.00 Uhr am Busabfahrtsplatz kurz zu interviewen.
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