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Eintauchen in virtuelle Welten

12.06.2002 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Wie fühlt es sich an in virtuellen Welten? Wie ist es, mit einer Kamera zu virtuellen Kriegsschauplätzen zu reisen, um dort reale Fotos zu "schießen"? Künstler des Bonner Medienkunstfestivals haben diese Fragen in CAVE (TM)-Installationen umgesetzt. Das erste internationale CAVE Festival mit dem Titel "Art of Immersion" wird von der Bonner Entwicklungswerkstatt für Computermedien e.V. BEC und dem Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation IMK veranstaltet. Vom 1. Juni bis 31. August können Besucher in Erlebnisse der besonderen Art eintauchen.


Motiv aus der Installation "The Living Web". ©Christa Sommerer CAVEs - virtuelle Höhlen - sind im Automobil- und Flugzeugbau mittlerweile etabliert. Sie erleichtern dem Betrachter die dreidimensionale Erfahrung komplexer technischer Entwicklungen. Nun haben auch Künstler den CAVE entdeckt. "Besonders das intensive Erleben und Erfahren von Raum und Zeit, das die Grenzen zwischen Körper und Umgebung verändert und das Empfinden zwischen dem physisch Realen und Immateriellen aufhebt, ist der Kick für die künstlerische Motivation", erläutert Dr. Ingrid Severin vom IMK und Ko-Organisatorin des CAVE-Festivals. Aber das Ganze ist nicht nur eine Spielerei, auch technische Neuerungen ergeben sich durch die Zusammenarbeit von Künstlern und Forschern: "Die Ideen der Künstler zeigen oft neue Perspektiven in der technischen Entwicklung im CAVE, einfach aufgrund einer anderen Fragestellung", so Dr. Severin weiter.

Um die künsterischen Installationen möglichst lebensnah zu gestalten, wurde der CAVE, mit einem speziellen Bild- und Soundsystem ausgestattet. Mittels einer Boden- und drei Seitenprojektionen werden in einem begehbaren, würfelförmigen Raum über vier Videoprojektoren bewegte Stereobilder dargestellt. Diese fügen sich für die Besucher zu einem kontinuierlichen dreidimensionalen Eindruck zusammen. So entstehen einzelne Gegenstände oder auch ganze Landschaften virtuell. Selbst akustisch wird das Erleben intensiviert: Um den würfelförmigen Raum herum sind acht Lautsprecher angeordnet: Klangszenarien sowie Klangbewegung werden räumlich erlebbar. Etwas besonderes ist zudem der Boden, der als Vibrationselement ausgelegt wurde. Dem Nutzer wird neben dem Hören und Sehen auch das Fühlen verstärkt vermittelt, so dass die komplexe Illusion des "Eintauchens" in die virtuelle Welt zu einem ganzheitlichen Erlebnis wird.

Als Partner arbeiten zusammen: Ars Electronica Center Linz, ATR Integration and Communications Research Laboratories Japan, Google, Deutsche Welle Köln, IAMAS Gifu Japan, Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW Ministerium für Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes NRW, Silicon Graphics Computer, rmh Köln, TAN Düsseldorf, VRCO, Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM Karlsruhe, Z-A Paris.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ingrid Leonie Severin
Telefon 0 22 41 / 14-34 58, Fax -20 40, Ingrid.Severin@imk.fraunhofer.de

Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation IMK
Virtuelle Umgebungen
Schloss Birlinghoven
53754 Sankt Augustin
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