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Professor Udo E. Simonis ist jetzt Ehrendoktor der Universität Lüneburg

19.12.2003 - (idw) Universität Lüneburg

In einer akademischen Feierstunde am 17. Dezember 2003 wurde Prof. Dr. Udo Ernst Simonis die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Umweltwissenschaften der Universität Lüneburg verliehen. Der Fachbereich würdigt damit nicht nur sein wissenschaftliches Gesamtwerk, sondern auch die Resonanz, die sein umwelt- und wissenschaftspolitisches Engagement in der Öffentlichkeit erfahren hat.

Ehrung für einen Vordenker in Sachen Nachhaltigkeit

Professor Simonis war Forschungsprofessor für Umweltpolitik am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und kann auf eine interessante akademische Karriere zurückblicken: Nach dem Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an verschiedenen Universitäten promovierte er an der Universität Kiel, wo er anschließend auch als wissenschaftlicher Assistent und als Mitarbeiter am Seminar für Wirtschaftspolitik und Strukturforschung arbeitete. In den 1970er Jahren war Simonis u.a. Fellow der Japanischen Gesellschaft für die Förderung der Wissenschaften und Research Fellow am Institut für Entwicklungsländerforschung in Tokio. 1974 wurde er Professor für Ökonomie an der Technischen Universität Berlin. 1981 wechselte er zum Wissenschaftszentrum Berlin, wo er mehrere Jahre Direktor des Internationalen Instituts für Umwelt und Gesellschaft war, bevor er 1988 Forschungsprofessor am WZB wurde.

Das wissenschaftliche Werk von Simonis ist ausgesprochen umfangreich und thematisch weit gespannt: Fragen der Umweltökonomie und Umweltpolitik beschäftigten ihn von Beginn an. Das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie stellte dabei einen Schwerpunkt seiner Arbeit in den 80er Jahren dar; seit den 90er Jahren bis heute stehen vor allem die Nachhaltigkeitsdebatte und deren internationale Perspektiven im Zentrum seines Interesses. Stichworte wie "Globale Umweltpolitik" oder "Weltumweltpolitik" kennzeichnen diesen Ansatz der wissenschaftlichen Arbeit.

Außerhalb von Forschung und Lehre war und ist Simonis stets gefragter Berater in wissenschaftlichen Beiräten und Gremien. Genannt seien in diesem Zusammenhang nur beispielhaft das Öko-Institut Freiburg, die Deutsche Umweltstiftung und die Deutsche UNESCO Kommission.

Seit rund einem Jahrzehnt ist der neue Ehrendoktor der Universität Lüneburg verbunden. So wirkte er als Dozent im Bereich des Weiterbildungsstudiums, war im wissenschaftlichen Beirat des Projekts "Agenda 21 und Universität Lüneburg" und hielt darüber hinaus mehrfach Vorträge an der Universität, zuletzt im Rahmen des Weltumwelttages im Juni dieses Jahres.
In seiner Laudatio würdigte Professor Dr. Gerd Michelsen, Institut für Umweltkommunikation der Universität Lüneburg, den neuen Ehrendoktor mit den Worten: "Die Arbeiten von Simonis zu ökologischen Grundsatzfragen und seine umweltpolitischen Analysen, noch lange bevor diese Themen hof- bzw. politikfähig wurden, sind von herausragender Bedeutung für eine sich neu orientierende Umweltpolitik."
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