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Universitäten nahmen 2001 knapp 9% mehr an Drittmitteln ein

23.12.2003 - (idw) Statistisches Bundesamt

Nach einer Auswertung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nahmen die deutschen Hochschulen im Jahr 2001 von privaten und öffentlichen Einrichtungen 3,1 Mrd. Euro (+ 8,7 % gegenüber 2000) an Drittmitteln ein. Die Hochschulen werben die Drittmittel zusätzlich zur Grundausstattung ein, die sie von ihrem Träger zugewiesen bekommen. Im Jahr 2001 deckten die eingeworbenen Drittmittel 12,1% aller laufenden Hochschulausgaben.

Größter Drittmittelgeber war die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 943 Mill. Euro. Der Bund stellte den Hochschulen 735 Mill. Euro zur Verfügung. Bei Unternehmen konnten weitere 832 Mill. Euro eingeworben werden. Darüber hinaus stellten Stiftungen 207 Mill. Euro, internationale Organisationen 194 Mill. Euro und Sozialversicherung sowie andere öffentliche Stellen 165 Mill. Euro für die Drittmittelforschung bereit.

Die Höhe der eingeworbenen Drittmittel ist bei den einzelnen Hochschularten und in den einzelnen Fächergruppen sehr unterschiedlich. Auf eine Professorenstelle an Universitäten entfielen im Durchschnitt 121 500 Euro an Drittmitteln, an Fachhochschulen waren es lediglich 8 700 Euro.

Die höchsten Drittmitteleinnahmen mit 225 300 Euro je Professorenstelle erzielten im Bundesdurchschnitt im Jahr 2001 die Ingenieurwissenschaften an den Universitäten. Die Kennzahl für die Fächergruppe Humanmedizin lag bei 196 000 Euro, für Mathematik und Naturwissenschaften bei 122 000 Euro. Bei den Geisteswissenschaften wurden deutlich weniger Drittmittel eingenommen: Je Professorenstelle machten diese im Jahr 2001 an den Universitäten in den Sprach- und Kulturwissenschaften 33 000 Euro, in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 40 400 Euro aus.

Auch zwischen den Universitäten in Deutschland gibt es beträchtliche Unterschiede: Die höchsten Drittmitteleinnahmen erzielte 2001 - absolut gesehen - die Technische Universität München mit 137 Mill. Euro, gefolgt von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (128 Mill. Euro) und der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 117 Mill. Euro. Setzt man jedoch die Drittmittel in Beziehung zur Zahl der Professorenstellen, so war die Universität Stuttgart am erfolgreichsten. Sie nahm im Durchschnitt 366 700 Euro je Professorenstelle ein. Für die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen gab es Drittmittel je Professorenstelle in Höhe von 341 100 Euro, für die Medizinische Hochschule Hannover 272 600 Euro.

Detailliertere Kennzahlen enthält die CD-ROM "Monetäre hochschulstatistische Kennzahlen", die gemeinsam von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder herausgegeben wird. Die Printversion - ohne Angaben für einzelne Hochschulen - ist als Fachserie im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/shop (Bereich 213 Hochschulen) abrufbar. Ein ergänzender Bericht "Zur finanziellen Lage der Hochschulen" ist als Download unter www.destatis.de/allg/d/veroe/proser4fbil_d.htm abrufbar.


Weitere Auskünfte erteilt: Wolfgang Göbel,
Telefon: (0611) 75-4148,
E-Mail: wolfgang.goebel@destatis.de
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