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Moderationsprozess wird ausgesetzt. ZLV bekräftigt Dissens zwischen HWP und Behörde.

23.12.2003 - (idw) HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik

Der so genannte "Moderationsprozess", in dem die Verhandlungen über eine Fusion der HWP mit den Fachbereichen Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften der Universität Hamburg geführt werden, wird auf Betreiben der HWP hin ausgesetzt.

Die Präsidentin der HWP, Dr. Dorothee Bittscheidt, wird dennoch die von der Behörde vorgelegten Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) unterschreiben, weil darin festgehalten ist, dass es alleiniger Wunsch der Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWF) ist, die HWP mit den Fachbereichen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften unter dem Dach der Uni zusammenzulegen. Die entsprechenden Planungen betreibt allein die BWF.

Hintergrund für den "Moderationsprozess" ist die Leitentscheidung des politischen Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, die beiden Universitätsfachbereiche mit der HWP unter dem Dach der Universität zusammenzuführen. Die HWP verlöre dabei ihre institutionelle Eigenständigkeit. Die HWP hat die Befürchtung, dass im Zuge einer Fusion ihr Profil komplett abgeschliffen wird, da bei den für die Sektion bereits angedachten Entscheidungsprozessen die Anliegen der HWP hoffnungslos überstimmt werden.

Die HWP - Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik ist bislang die einzige der Hamburger Hochschulen, die ihr Studienprofil komplett auf eine Bachelor/Masterstruktur umgestellt hat. Neben einer ausgezeichneten wissenschaftlichen Weiterbildung, zählen der offene Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur, die größte Alumnivereinigung Hamburgs und ein hoher Grad an Internationalisierung zu den wesentlichen Profilmerkmalen der HWP.

Dr. Dorothee Bittscheidt: "Eine Absicherung des HWP-Profils ist durch eine Integration der HWP in die Universität Hamburg nicht möglich. Die guten Bewertungen des Dohnanyi-Gutachtens für das HWP-Profil werden durch die Politik der BWF zu leeren Worten. Das ist vor allem des-wegen enttäuschend, weil das Profil der HWP die hochschulpolitischen Ziele des Senators für Wissenschaft und Forschung weitgehend abbildet."
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