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Energie sparen im OP, ohne an Hygiene zu sparen

14.03.2014 - (idw) Hochschule Mittweida (FH) / University of Applied Sciences

Mittweidaer Absolvent erhält Auszeichnung für seine Arbeit zum Energiemanagement in Kliniken. Energieeinsparungen durch vollständiges Abschalten der Lüftungsttechnischen Anlagen in OP-Bereichen ohne Einschränkungen bei der Hygiene möglich. Steriler Mundschutz, sterile-OP-Haube, steriler OP-Kittel, sterile Handschuhe, sterile Instrumente: An die Hygiene im Operationssaal werden hohe Anforderungen gestellt. Das gilt auch für die Luft im OP selbst und in den angrenzenden Bereichen. Die aktuell in Deutschland geltende Norm schreibt vor, dass die Lüftungsanlagen in den OP-Bereichen ununterbrochen laufen müssen. Auch wenn keine OP ansteht, müssen die Anlagen mindestens mit halber Leistung betrieben werden. Für die Krankenhäuser bedeutet das einen hohen Energieeinsatz.

Hier lag die Herausforderung für Philipp Schiemann. Absolvent des Studiengangs Immobilienmanagement und Facilities Management an der Hochschule Mittweida.

In seiner ausgezeichneten Arbeit befasste er sich mit der Frage, welche Auswirkungen ein vollständiges Abschalten der Raumlufttechnischen Anlagen hat und wie lange es nach dem Einschalten dauert, bis die Luft wieder die geforderte hygienische Qualität hat.
Bei seinen Partikelmessungen am Universitätsklinikum Dresden (UKD) fand er heraus, dass bereits 20 Minuten nach dem Wiedereinschalten die Luft den Vorschriften entsprach. Die Erkenntnisse von Philipp Schiemann führen nun dazu, dass das UKD die OP-Lüftungsanlagen ausschaltet, wenn nicht operiert wird. Das Klinikum spart viel Energie und hält die hygienischen Anforderungen weiterhin ein.

Die Arbeit von Phlipp Schiemann Energieoptimierung an Lüftungsanlagen in OP-Sälen in Anlehnung an die DIN 1946-4 und die Vorgaben der Hygienekommission des Universitätsklinikums Dresden wurde Ende Februar von der GEFMA ausgezeichnet. Die GEFMA ist der wichtigste Branchenverband für das Facility Management in Deutschland und vergibt jährlich fünf Sonderpreise und einen Hauptpreis für Hochschul-Abschlussarbeiten. Die mit insgesamt 8.000 Euro dotierten Förderpreise wurden in diesem Jahr bereits zum 17. Mal ausgeschrieben.
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