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Neuer wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang: Glücksforscher Martin Binder am Bard College Berlin

17.03.2014 - (idw) Bard College Berlin, A Liberal Arts University

Das Bard College Berlin erweitert sein Studienprogramm mit Beginn des Studienjahres im Herbst 2014 um einen neuen, ökonomisch ausgerichteten, interdisziplinären Studiengang: Economics, Politics, and Social Thought. Eingebettet in das Liberal-Arts-Konzept des Bard College Berlin bietet der neue Studiengang eine fundierte ökonomische Ausbildung und zugleich eine umfassende und vielschichtige Auseinandersetzung mit der Ökonomie. Das vierjährige, englischsprachige Bachelorprogramm verzahnt wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen und Methodenlehre mit wirtschaftsethischen Aspekten sowie mit der Forschung benachbarter sozial- und geisteswissenschaftlicher Disziplinen. In Kleingruppen absolvieren die Studierenden entsprechende interdisziplinäre Module. Wahlweise können weitere Kurse etwa im Bereich Wirtschaftsethik, Verhaltens- und Entwicklungsökonomik sowie Sprachkurse belegt werden. Ein Praktikum rundet das Programm ab und stellt die Verbindung zur Berufspraxis her.

Auf den neuen Lehrstuhl wurde PD Dr. rer. pol. habil. Martin Binder berufen, der am 1. April seine Stelle antritt. Der wissenschaftliche Werdegang des 35 Jahre alten Ökonomen ist ausgeprägt interdisziplinär. Binder studierte Betriebswirtschaftslehre (Dipl.-Kfm.) und Philosophie (M.A.) an der RWTH Aachen, und wurde promoviert (summa cum laude) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena 2009 mit einer Arbeit zum Thema Wohlfahrtsmessung in innovativen Gesellschaften. 2012 habilitierte er sich dort über die Effekte von wirtschaftlichem Wandel auf subjektives Wohlergehen (Glück). Anschließend war Binder für ein Jahr Research Fellow an der University of Sussex und übernahm eine Gastprofessur am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Kassel. Zu seinem Wechsel an das Bard College Berlin sagt Binder: Dort bietet sich mir die Möglichkeit, eine Ökonomik zu lehren, die nicht nur empirisch besser an tatsächlichem menschlichen Verhalten orientiert ist, sondern die auch ethisch gehaltvoll ist. Für die Studierenden hat dies den Vorteil großer Realitätsnähe und Relevanz ihrer volkswirtschaftlichen Ausbildung.

Zu Binders Arbeitsschwerpunkten zählen die Glücksforschung, Verhaltensökonomik sowie Fragen der normativen Ökonomik und Wirtschaftsethik. Seine Forschungsergebnisse auf diesen Gebieten wurden in international renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Im kommenden Studienjahr wird Binder im neuen Studiengang Economics, Politics, and Social Thought Kurse zu den Grundprinzipien der Volkswirtschaftslehre und zur Wirtschaftsethik anbieten.

Das Bard College Berlin ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, die klassische Bildung und kritische Betrachtung zeitgenössischer Herausforderungen zu einem anspruchsvollen, geistes- und sozialwissenschaftlichem Liberal-Arts-Studium in englischer Sprache verbindet. Internationalität und Interdisziplinarität prägen den Studienalltag und die Kontakte, die das Bard College Berlin zu führenden Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland pflegt. Weitere Informationen:http://www.berlin.bard.edu Anhang
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