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Zwei neue Förderungsprofessuren, eine Verlängerung

18.03.2014 - (idw) Universität Luzern

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat Förderungsprofessuren an ausgezeichnete Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher vergeben. Der Universität Luzern sind zwei neue Förderungsprofessuren sowie die Verlängerung einer bestehenden Förderungsprofessur zugesprochen worden. Eine Förderungsprofessur an der Universität Luzern erhalten haben Christine Abbt (Philosophie) und Boris Previi (Schwerpunkt Germanistik und Anglistik). Mit einer auf vier Jahre aufgeteilten Unterstützung von durchschnittlich 1,45 Millionen Franken pro Förderungsprofessur wird den hoch qualifizierten jungen Forschenden die Gelegenheit geboten, an einer von ihnen gewählten Hochschule mit ihrem eigenen Team ein eigenständiges Projekt zu lancieren. Zusätzlich zu den beiden neuen Förderungs-professuren ist die seit dem Jahr 2010 bestehende von André Bächtiger (Politikwissenschaft) um zwei Jahre verlängert worden.

Martin Baumann, Prorektor Forschung an der Universität Luzern, zeigt sich erfreut: «Das ist ein sehr gutes Ergebnis angesichts der hohen Kompetitivität und des grossen Prestiges, das mit der Zusprache von Förderungsprofessuren verbunden ist. Insofern erachten wir diesen Erfolg als hohe Auszeichnung für die Forschenden und sehen die Bewilligungen als Bestätigung, dass die Universität Luzern auf dem Forschungs- und Wissenschaftsplatz Schweiz sehr gut mithalten kann.»

Mehr Informationen zu den Forschenden und ihren Projekten:

Christine Abbt (*1974) studierte Germanistik, Philosophie und Religionswissenschaften an der Universität Zürich und promovierte dort 2006 in Philosophie. Es folgten längere Forschungsaufenthalte im Ausland, in denen sie sich unter anderem ihrem Habilitations-projekt zum Thema «Vergessen» widmete. Abbts Forschungsprojekt an der Universität Luzern trägt den Titel «Fremd- und Vieltuerei. Zur Verwirklichung demokratischer Freiheit in Formen des Nicht-Identischen». Darin untersucht sie ausgehend von Texten von Denis Diderot die Bedeutung des Fremden für die Möglichkeit der Verwirklichung demokratischer Freiheit.

Boris Previi (*1972) ist Dozent für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar Basel und Konzertflötist. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel «Literatur topographiert. Der Balkan und die postjugoslawischen Kriege im Fadenkreuz des Erzählens». In seinem Forschungsprojekt an der Universität Luzern «Stimmung und Polyphonie. Musikalische Paradigmen in Literatur und Kultur» untersucht Previi konzeptuelle Transfers zwischen Musik, Literatur und weiteren Wissensfeldern im Jahrhundert der Aufklärung und aktualisiert sie in aktuellen Diskursen.

André Bächtiger (*1971) studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Medienwissenschaft an der Universität Bern und habilitierte dort 2010 zum Thema «Democracy and Democratization in Advanced Countries, Less Developed Countries, and at the Global Scale». Seit August 2010 hat er am Politikwissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern mit dem Projekt «Deliberative Reforms in the Political System» eine Förderungsprofessur inne. Bächtiger will die Verlängerung nutzen, um die verschiedenen Teilprojekte zu einem «kohärenten Entwurf für eine neue Vision demokratischer Politik im 21. Jahrhundert zusammenzuführen».


Weitere Informationen und Auskunft:
Medienmitteilung des Schweizerischen Nationalfonds zum Thema: http://www.snf.ch/de/fokusForschung/newsroom/Seiten/news-140305-zusprachen-foerd...
Prof. Dr. Martin Baumann, Prorektor Forschung, 041 229 55 80, martin.baumann@unilu.ch
Dave Schläpfer, Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit, 041 229 50 92, dave.schlaepfer@unilu.ch
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