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Erstmals vollständiger Studiengang für Warburg: BWL für kleine und mittlere Unternehmen

18.03.2014 - (idw) Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Mit einem neuen und vollständigen Studiengang startet die Hochschule Ostwestfalen-Lippe an ihrem Studienort Warburg in das Wintersemester 2014/15. Bei einem Pressegespräch wurde der zulassungsfreie Studiengang Betriebswirtschaftslehre für kleine und mittlere Unternehmen vorgestellt. Statt wie bisher nach zwei Semestern nach Lemgo zu wechseln, werden die Studierenden künftig den gesamten Studiengang in Warburg absolvieren. Der neue Studiengang komplettiert das Angebot der Hochschule um einen betriebswirtschaftlichen Studiengang, der auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten ist also genau jene Unternehmen, die in der Region hauptsächlich vertreten sind, erklärt Dr. Oliver Herrmann. Das Studienangebot soll also in erster Linie Fach- und Führungskräfte für Ostwestfalen-Lippe ausbilden. Jedoch: 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind klein oder mittelständisch. Absolventinnen und Absolventen können ihre Fähigkeiten also nicht nur in der Region unter Beweis stellen. Dementsprechend sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr gut: Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als hochinnovativ und sind außerordentlich bedeutend für die wirtschaftliche Dynamik, Dr. Herrmann weiter.

Die Studierenden werden also für verantwortungsvolle Tätigkeiten in Industrie, Dienstleistung und Handwerk ausgebildet, so Professor Dr. Ralf Hesse. Er ist Dekan des Fachbereichs, in dem der Studiengang künftig angesiedelt sein wird: Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik. Der Studiengang bietet eine breite betriebswirtschaftliche Qualifikation mit einem technisch-ökologischen Kontext. Daraus resultiert das besondere Fähigkeitsprofil der künftigen Warburger Absolventinnen und Absolventen. Ökonomische Kompetenzen werden mit aktuellem technischen Wissen, fundierten IT-Kenntnissen und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen, z.B. im Bereich energieeffizienter Produktion und Gebäudebewirtschaftung, kombiniert. Diese inhaltliche und fachliche Kompetenz ist schon lange stark an der Hochschule OWL jetzt werden diese Aspekte miteinander vernetzt, um ein individuell zugeschnittenes Studium anzubieten, das in seiner Ausrichtung nur an der Hochschule OWL zu finden ist, sagt Professor Dr. Burkhard Wrenger, Vizepräsident für Lehre und Internationalisierung.

Dieser neue und erstmalig vollständige Studiengang stellt ein optimales Angebot für Nachwuchs- und angehende Führungskräfte des Mittelstandes dar. Die Unternehmen der Stadt und der Region sind überwiegend mittelständisch geprägt. Diese Unternehmen bilden schon immer das wirtschaftliche Rückgrat unseres Landes. Mit dem neuen Studienangebot erhält der Mittelstand ein maßgeschneidertes Konzept einer bedarfsgerechten Ausbildung der angehenden Führungskräfte. Die optimalen Studienbedingungen im Studienzentrum Warburg tragen ebenso zu diesem äußerst vielversprechenden Studiengang bei. Mein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle allen Verantwortlichen um den Präsidenten der Hochschule OWL, Herrn Dr. Oliver Herrmann, für das außerordentliche Engagement am Standort Warburg der Hochschule OWL, so Bürgermeister Michael Stickeln anlässlich der Präsentation des neuen Studiengangs in Warburg.

Auch Landrat Friedhelm Spieker begrüßt die Erweiterung des Studienangebots am Standort Warburg. Der Studiengang ist prädestiniert für die mittelständische Wirtschaft im Kulturland Kreis Höxter. Mich freut es besonders, dass die Studienwilligen nunmehr ihren Studiengang auch in Warburg beenden können. Denn die bisherige Notwendigkeit des Wechsels von Warburg nach Lemgo nach zwei Semestern hat doch einige Interessierte eher abgeschreckt und sie waren somit für den Studienort Warburg verloren.

Das Gebäude der Hochschule war vormals Standort eines Amtes für Agrarordnung. Nach der Eingliederung des Amtes in die Bezirksregierung Detmold wurde der Standort Warburg aufgegeben. Die Nachfolgenutzung des Gebäudes durch die Hochschule OWL war ein Glücksfall für die Stadt und den südöstlichen Teil des Regierungsbezirkes. Umso mehr erfreut es Frau Regierungspräsidentin Thomann-Stahl, dass diese Nutzung nunmehr auf einen für die Region OWL wichtigen Studiengang gegründet wird. Aus besonderer Verbundenheit zur Stadt Warburg wünsche ich diesem Hochschulstandort mit seinem neuen Studiengang eine erfolgreiche Zukunft, so Regierungspräsidentin Thomann-Stahl.

Das Studienzentrum ist mit moderner Technik ausgestattet. Das Studium findet in kleinen Gruppen mit intensiver Förderung und optimaler Betreuung statt. Praxiserfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lehren mit besten Kontakten zur regionalen Wirtschaft.


Hintergrund:
Warburg als jüngster Studienort der Hochschule OWL konnte seit Gründung 2009 die anvisierten Studierendenzahlen trotz engagierter Bemühungen nicht erreichen. Ein von der Hochschule in Auftrag gegebenes Gutachten hatte Verbesserungsmöglichkeiten gezeigt. Das NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) stimmte einer Neuausrichtung des Studienortes zu, die in einem Steuerkreis der Hochschule OWL erarbeitet wurde.
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