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Leopoldina-Vorlesung: Reagiert der Flugzeugcomputer schnell genug?

19.03.2014 - (idw) Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Die Sicherheit in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens, beispielsweise im Straßen-, Schienen- und Flugverkehr oder auch in der Medizintechnik, hängt maßgeblich von der korrekten Funktion eingebetteter Rechner ab. Prof. Dr. Reinhard Wilhelm wird am Mittwoch, 26. März, 18 Uhr, in der Leopoldina-Vorlesung Reagiert der Flugzeugcomputer schnell genug? Echtzeitanalysen in der Sicherheitstechnik erläutern, wie man das zuverlässige Funktionieren dieser Sicherheitssysteme testen kann. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle (Saale). Leopoldina-Vorlesung von Prof. Dr. Reinhard Wilhelm Reagiert der Flugzeugcomputer schnell genug? Echtzeitanalysen in der Sicherheitstechnik
Mittwoch, 26. März 2014, 18:00 bis 19:00 Uhr
Hauptgebäude der Leopoldina, Vortragssaal
Jägerberg 1 (vormals Moritzburgring 10), 06108 Halle (Saale)

Wer Auto fährt oder im Flugzeug reist, ahnt häufig nichts von der Existenz eingebetteter Computer in der Technik dieser Verkehrsmittel. Diese Rechner müssen nicht nur korrekte Ergebnisse berechnen, sondern diese auch innerhalb vorgegebener, oft sehr kurzer Fristen liefern. Beim Airbag-Controller im Auto geschieht dies beispielsweise innerhalb von Millisekunden. Der Nachweis des Echtzeitverhaltens ist schwierig, weil die verwendete Hardware eher für PCs, Notebooks oder Hochleistungsrechner, nicht jedoch für sicherheitskritische Systeme entworfen wurde. Dennoch müssen Echtzeitanalysen verlässliche Garantien geben. Echtzeitanalysen sind somit von zentraler Bedeutung für alle Branchen, in denen Software für die Entwicklung von sicherheitskritischen Systemen verwendet wird. Reinhard Wilhelm stellt in seinem Vortrag eine Lösung dieses Verifikationsproblems vor, die in der Flugzeug- und der Autoindustrie verwendet wird.

Reinhard Wilhelm ist seit 1978 Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Nach dem Studium der Mathematik in Münster und der Informatik in München und Stanford (USA), promovierte er 1977 in Informatik an der Technischen Universität München. Seine Forschungsgebiete sind die Übersetzung von Programmiersprachen und die Verifikation von Software. Seit dessen Gründung 1990 ist Wilhelm wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Zentrums für Informatik in Schloss Dagstuhl. 1998 gründete er die Firma AbsInt, die Werkzeuge zur Softwarequalitätssicherung entwickelt. Reinhard Wilhelm ist seit 2013 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Informationswissenschaften.

Die Leopoldina-Vorlesung findet als Auftaktveranstaltung des Symposiums Die Zukunft der Forschung Forschen für die Zukunft am Donnerstag, 27. März, statt. Das Symposium der Mitglieder der Leopoldina-Klasse I Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften versteht sich als Forum für den interdisziplinären Austausch. In ihren Vorträgen geben fünf renommierte Wissenschaftler Einblicke in die aktuelle Forschung der Akademie-Mitglieder. Dabei geht es um die Themen Material-Recycling, Entstehung von Planeten, Geothermie, algebraische Geometrie und Katalyse. Das Symposium richtet sich an alle Interessierten.
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