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Diplomarbeit erhält SEW Eurodrive Stiftungspreis

24.12.2003 - (idw) Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Die SEW Eurodrive Stiftung hat im Oktober 2003 ihren diesjährigen Studienpreis an einen Mitarbeiter von Fraunhofer IAO verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt die in Bruchsal ansässige Stiftung herausragende Diplomarbeiten auf den Gebieten Technik und Wirtschaft.

Die SEW Eurodrive Stiftung hat im Oktober 2003 ihren diesjährigen Studienpreis an einen Mitarbeiter von Fraunhofer IAO verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt die in Bruchsal ansässige Stiftung des namhaften Herstellers für elektrische Antriebe herausragende Diplomarbeiten im Bereich Technik und Wirtschaft.
Das Thema der mit "sehr gut" bewerteten Diplomarbeit von Lorenz Hagenmeyer lautet "Arbeitswissenschaftliche Untersuchung zur Belastungsinduktion in Virtual Reality am Beispiel von Fahr- und Steuertätigkeiten". Als Diplomvater hat der ehemalige Institutsleiter und jetzige Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Hans-Jörg Bullinger die Arbeit für den SEW-Stiftungspreis vorgeschlagen.
Zusammen mit Arbeitsmedizinern und Ingenieuren der Fördertechnik zeigt Hagenmeyer in einem interdisziplinären Ansatz, ob Methoden der Virtual Reality (VR) grundsätzlich die Interaktion zwischen Mensch und Maschine in fördertechnischen Einrichtungen realitätsnah simulieren können. Forschungsziel war insbesondere, den Menschen mit seinen subjektiven Wahrnehmungen und Reaktionen in die rechnergestützte Simulation eines Arbeitssystems zu integrieren. Hagenmeyer verknüpft dabei klassisch ingenieurswissenschaftliche Ansätze mit solchen der empirischen Forschung.
Als Beispiel für verschiedene Belastungssituationen hat der Wissenschaftler einen virtuellen Hallenkran verwendet. Durch die Kooperation mit Forschern des Fraunhofer IAO konnte Hagenmeyer das Versuchssetting im vollimmersiven Stereoprojektionsraum "HyPI-6" umsetzen und Probandenversuche durchführen. Die resultierende Beanspruchung wurde anhand objektiver und subjektiver Parameter erfasst und mit statistischen Methoden verglichen. Die Untersuchungen zeigen, dass sich VR-Simulationen für die integrative Anlagen- und Produktionsplanung eignen, da Arbeitsbelastungen realitätsnah abgebildet werden können.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Arbeitsinhalte einen größeren Einfluss auf die Beanspruchung des arbeitenden Menschen haben, als Umgebungsfaktoren. Schließlich wird das besondere Potenzial von VR-Simulationen für die nachhaltige Gefahrenschulung durch Training entsprechender Situationen diskutiert.
Hagenmeyer studierte an der Universität Stuttgart im Fach Maschinenwesen. Ein Fulbright Stipendium an der Purdue University (USA) schloss er mit dem Master of Science of Mechanical Engineering ab. Seit 2003 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Fraunhofer IAO tätig.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Lorenz Hagenmeyer
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-21 96, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-21 19
E-Mail: Lorenz.Hagenmeyer@iao.fraunhofer.de
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