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Zypries und Maschmeyer beim internationalen Startup Camp Berlin 2014 an der HWR Berlin

21.03.2014 - (idw) Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Gründung Startup Camp Berlin hat funktioniert, stellte Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries in ihrem Grußwort fest. Bereits zum zweiten Mal richtete der Entrepreneurs Club Berlin e. V. gemeinsam mit deutsche-startups.de und dem Bundesverband Deutsche Startups e. V. die zweitägige Konferenz und Hightech-Kontaktbörse an der HWR Berlin aus. Rund 700 Teilnehmer/innen waren gekommen zum Startup Camp Berlin 2014, über 80 Sprecher/innen gaben ihre Gründungserfahrungen weiter. Beim Pitch-Marathon trafen Investor/innen auf junge, wachstumsorientierte Unternehmer/innen. Hauptredner war in diesem Jahr Finanzunternehmer und Investor Carsten Maschmeyer. Die Gründung Startup Camp Berlin hat funktioniert, stellte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Brigitte Zypries in ihrem Grußwort fest. Am 20. und 21. März 2014 kam an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin die internationale Startup-Szene zusammen. Rund 700 Teilnehmer/innen hatten sich angemeldet zum Startup Camp Berlin 2014, über 80 Sprecher/innen gaben ihre Gründungserfahrungen und ihr Wissen vor großem Publikum weiter.

Bereits zum zweiten Mal richtete der Entrepreneurs Club Berlin e. V. gemeinsam mit deutsche-startups.de und dem Bundesverband Deutsche Startups e. V. die Konferenz an der HWR Berlin aus. Dieses Netzwerktreffen ist zu einem festen Termin und zur Anlaufstelle für die internationale Startup-Szene, Business Angels, Risikokapitalgeber/innen und etablierte Entrepreneure geworden. Auf dem Programm stand neben Vorträgen und Workshops ein Pitch-Marathon, bei dem 26 Gründungsunternehmen, die unter 132 Bewerber/innen ausgewählt wurden, ihre Konzepte vor Top-Investor/innen präsentieren durften.

Und die Kapitalgeber/innen aus dem In- und Ausland greifen zu, wenn sie davon überzeugt sind, dass es sich lohnt, in ein Geschäftsmodell zu investieren, dessen Produkt oder Dienstleistung eines der drei Kriterien erfüllt, die Hauptredner Carsten Maschmeyer am Donnerstag in seiner Präsentation am Campus Lichtenberg der HWR Berlin als Erfolgattribute auflistete: schneller, besser, günstiger. Der Finanzunternehmer, der einst sein Medizinstudium abbrach, um Versicherungsvertreter zu werden und später die Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG aufbaute, investiert selbst in Startups. Seine drei Wagniskapitalfirmen umfassen aktuell 60 Unternehmen mit insgesamt 50 000 Beschäftigten, weltweit. Im vergangenen Jahr sollen sich die Investitionen auf insgesamt 68 Millionen Euro belaufen haben.

Doch neben dem Kapital komme es vor allem auf das wichtigste Produkt der Welt an, den Menschen, auf dessen Ausdauer, positive Einstellung und Verlässlichkeit, betonte Maschmeyer. Auch eine gute Idee allein genüge nicht, man müsse sie zu vermarkten wissen und Kontakte knüpfen, Multiplikator/innen gewinnen: "Der Kluge kennt Vieles, der sehr Kluge kennt Viele."

Politik und Wirtschaft wollen sich dafür stark machen und Bedingungen schaffen, so war es in den Reden von Politiker/innen und hochrangigen Wirtschaftsvertreter/innen beim Startup Camp Berlin zu hören, dass mehr junge Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries versicherte, auf der Grundlage des Koalitionsvertrages werde in Deutschland eine neue Gründerzeit eingeläutet, Bundesministerien arbeiten an einer Digitalen Agenda. Viele Bundesprogramme wie EXIST mit Gründerstipendien und Forschungstransfer sollen junge Unternehmer/innen bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee unterstützen, auch im Verbund mit den Hochschulen. Gezielte Förderung ist geplant für Frauen, denn deren Anteil läge im Gründungsbereich derzeit bei rund 30 Prozent, in der digitalen Wirtschaft gar nur bei acht Prozent.

Der Digitalwirtschaft jedoch gehört die Zukunft, ist Prof. Dr. Tobias Kollmann, Geschäftsführer bei netStart Venture und Vorsitzender des Beirat Junge Digitale Wirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, überzeugt. Die digitale Transformation habe mittlerweile alle Wirtschaftsbereiche erfasst. Deutschland dürfe nicht den Anschluss an internationale Entwicklungen verlieren und müsse deshalb noch stärker auf Startups als innovative Pioniere der Digitalwirtschaft setzen, fordert er beim Startup Camp Berlin 2014. Ziel könne es nicht sein, das amerikanische Silicon Valley Inbegriff der IT- und High Tech-Industrie weltweit zu kopieren, betonte Kollmann, vielmehr sieht er für Deutschland Potential, wenn Startups mit neuen Ideen und etablierte, international bereits erfolgreiche Unternehmen kooperieren. Zudem müsse mehr getan werden im Bereich der IT-Ausbildung bereits in den Schulen. Deutschland brauche mehr E-Entrepreneurs, auch aus dem Ausland.

HWR-Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Zaby verwies darauf, dass Gründung und Entrepreneurship einer der Eckpfeiler in Lehre und Forschung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist. So hat die Hochschule spezielle Studiengänge und Module aufgelegt, beteiligen sich Studierende der HWR Berlin seit Jahren mit Erfolg am Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg, gibt es ein Gründungszentrum als Business Incubator und erfolgreiche Forschungsprojekte und -initiativen, die von engagierten Professor/innen und Lehrbeauftragten vorangetrieben werden. So war Dr. Sven Ripsas, Professor für Entrepreneurship an der HWR Berlin, zum Beispiel maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des Deutschen Startup Monitors (DSM). Auf der Datenbasis aus einer jährlichen Online-Befragung unter jungen, wachstumsorientierten Unternehmen soll das Potential und die Bedeutung von Startups für Arbeitsplätze und Innovationen in Deutschland bestimmt, Rahmenbedingungen evaluiert und Handlungsfelder für die Politik aufgezeigt werden.

Neben dem betriebswirtschaftlichen Know-how, appellierte Prof. Zaby an die Teilnehmer/innen der Hightech-Kontaktbörse, gehöre zu gutem Unternehmertum auch Verantwortungsbewusstsein, gegenüber Geschäftspartner/innen, Angestellten, der Familie und sich selbst. Mehr als 100 000 neue Jobs werden Startups in den kommenden Jahren allein in der deutschen Hauptstadt schaffen, prognostizierte jüngst die Unternehmensberatung McKinsey. Startups gestalten die Zukunft der Wirtschaft und Gesellschaft mit.

Carsten Maschmeyer ermutigte die Gründer/innen von morgen, ihre Ideen umzusetzen, Chancen, Kontakte und Netzwerke zu nutzen, sich von einer positiven Fehlerkultur antreiben zu lassen. Es gäbe für Erfolg keinen Garantieschein, sagte der Investor, aber wenn man es nicht probiere, dann hätte man garantiert Misserfolg. Wenn die Chance sich bietet, dann sag Ja!

http://startupcamp.co/2014/

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin ist mit rund 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Berlins mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Ausbildungsportfolio umfasst privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften. Diese Kompetenzen fließen fachbereichsübergreifend in Lehre und Forschung der mehr als 50 Studiengänge auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene ein. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 160 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund UAS7 Alliance for Excellence.


www.hwr-berlin.de

Ansprechpartnerin für Journalist/innen
Sylke Schumann
Pressesprecherin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 30877-1220
E-Mail: presse@hwr-berlin.de
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