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Paul Heyse - Ein Liebling der Musen (1830-1914)

24.03.2014 - (idw) Bayerische Staatsbibliothek

Ausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek

Vom 4. April bis zum 22. Juni 2014 präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek in ihrer Schatzkammer anlässlich des 100. Todestages des Schriftstellers die Ausstellung Paul Heyse Ein Liebling der Musen (1830-1914). Im Mittelpunkt stehen Quellen aus Heyses umfangreichem Nachlass, den der Schriftsteller selbst und seine Witwe Anna nach und nach der Bayerischen Staatsbibliothek übergaben. Person und Werk des Literaturnobelpreisträgers, der 60 Jahre lang in München wohnte und wirkte, werden anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt und sollen anregen, sich neu mit dem in Vergessenheit geratenen Literaten zu beschäftigen. 1854 berief König Maximilian II. den damals erst 24-Jährigen Paul Heyse mit einem Jahresgehalt von 1.000 Gulden aus Berlin nach München und ermöglichte ihm damit eine Zukunft als freier Schriftsteller. Bis zu seinem Lebensende verfasste Heyse ohne nennenswerte Unterbrechungen zahlreiche Werke in allen literarischen Gattungen, führte Tagebuch und unterhielt eine umfangreiche Korrespondenz. Seine Veröffentlichungen wurden rasch in die wichtigsten europäischen Sprachen und sogar in Esperanto übersetzt. Über seinen großen Freundeskreis und als Mitglied der wichtigen Gremien des damaligen Literaturbetriebs beeinflusste er maßgeblich das literarische Leben in Deutschland. Überdies wirkte er als Herausgeber großer Anthologien deutscher und ausländischer Novellen geschmacksbildend. Im 19. Jahrhundert war er der bedeutendste Vermittler der italienischen Literatur nach Deutschland. Als Buchrezensent verhalf er insbesondere der russischen Literatur seiner Zeit zu unmittelbarem Ansehen und rascher Verbreitung bei deutschen Lesern.

Ein Liebling der Musen, so charakterisierte ihn sein Freund Theodor Fontane 1867 in der Überschrift eines Artikels der Zeitschrift Die Gartenlaube. Weithin gerühmt wurden auch sein Charme und seine jugendliche Erscheinung bis ins hohe Alter.

Höhepunkt der Ausstellung ist Paul Heyses Nobelpreis-Urkunde für Literatur, die er 1910 als erster deutscher Schriftsteller retrospektiv für sein Gesamtwerk erhielt. Gezeigt werden des Weiteren Briefe, Fotos, Glückwünsche zu verschiedenen Anlässen, Liederbücher und vieles mehr.

Einladung zur Pressebesichtigung:
Vertreter der Presse und der Medien sind herzlich zur Besichtigung der Ausstellung eingeladen:

Donnerstag, 3. April 2014, 10.30 Uhr
Bayerische Staatsbibliothek, Schatzkammer, Ludwigstr. 16, München

Wir bitten um Anmeldung unter: presse@bsb-muenchen.de oder Tel.: 089/28 638 2429

Audioguide / Begleitheft
In der Ausstellung steht ein kostenloser Audioguide in deutscher Sprache zur Verfügung. Zur Ausstellung erscheint ein broschiertes Begleitheft mit 60 Seiten zum Preis von 8,00 Euro.

Eintritt frei

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 13-17 Uhr
An Feiertagen und am Karsamstag (19. April) geschlossen.

Ort
Bayerische Staatsbibliothek, Schatzkammer, 1. Stock
Ludwigstr. 16, 80539 München
U3/U6, Bus 154, Haltestelle Universität,
Bus 100, Haltestelle Von-der-Tann-Straße

Kostenlose Führungen
Donnerstags jeweils um 16.30 Uhr.

Ansprechpartner:
Dr. Ingrid Rückert
Abt. Handschriften und Alte Drucke
Tel.: 089/28 638 2337
rueckert@bsb-muenchen.de

Peter Schnitzlein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 089/28638 2429
presse@bsb-muenchen.de

Über die Bayerische Staatsbibliothek:
Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Mit 10 Millionen Bänden, rund 62.000 laufenden Zeitschriften in elektronischer und gedruckter Form und ca. 96.000 Handschriften gehört die Bibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren der Welt. Mit 1 Million digitalisierter Werke verfügt die Bayerische Staatsbibliothek über den größten digitalen Datenbestand aller deutschen Bibliotheken. Die Bibliothek bietet vielfältige Dienste im Bereich innovativer digitaler Nutzungsszenarien an. Weitere Informationen:http://www.bsb-muenchen.de/Einzeldarstellung.403+M5a71b37cf45.0.html

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