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Universitätsklinikum Jena ist zertifiziertes Perinatalzentrum / Erst vier Kliniken in Deutschland

24.03.2014 - (idw) Universitätsklinikum Jena

Mütter und Neugeborene in besten Händen Risikoschwangere und Frühgeborene benötigen eine besonders intensive Betreuung. Darum kümmern sich so genannte Perinatalzentren, wo Mediziner der Geburtshilfe und Neonatologen eng kooperieren. Weil diese Zusammenarbeit am Universitätsklinikum Jena (UKJ) exzellent funktioniert, dürfen sich die Abteilung Geburtshilfe der Frauenklinik und die Sektion Neonatologie der Kinderklinik jetzt zertifiziertes Perinatalzentrum nennen. Damit sind die Mediziner am UKJ erst die vierten in Deutschland und die ersten in Thüringen, deren hohe Qualität durch die Zertifizierungsstelle periZert bestätigt wurde.

Prof. Dr. Ekkehard Schleußner, Direktor der Geburtshilfe, und Prof. Hans Proquitté, Leiter der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin, konnten das Qualitätssiegel am vergangenen Sonnabend entgegennehmen. Erwerben können es nur die Kliniken, bei denen es sich um so genannte Level-1-Zentren handelt. Diese verfügen unter anderem über eine Intensivstation für Neugeborene, ständige Arztbereitschaft und sind auf Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften spezialisiert. Damit für Eltern auf den ersten Blick klar ist, dass hier auch drin ist, was draufsteht, ist dieses Zertifikat wichtig, so Prof. Schleußner. Es fördere die Transparenz und dokumentiere unter anderem, dass die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich der Mediziner in den zuständigen Fachgesellschaften für eine Verbesserung der Perinatalmedizin in Deutschland.

Die unabhängigen Gutachter prüften in Jena nicht nur Daten wie die Zahl der Mitarbeiter und deren berufliche Qualifikation, sondern auch die Prozesse am Klinikum. Dass die Kooperationen mit anderen Instituten und Einrichtungen gut funktionieren, ist gerade bei der Versorgung von Risikoschwangeren und Frühgeborenen von großer Bedeutung, so Prof. Schleußner. Von der pränatalen Diagnostik, über die Beratung durch Frauen- und Kinderärzte bis zur Versorgung nach der Geburt sei in Jena eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet. Rund ein Drittel der Frauen, die in der Abteilung Geburtshilfe in Jena betreut werden, benötigen die intensive Versorgung des Perinatalzentrums.

Prof. Schleußner und Prof. Proquitté nahmen das Zertifikat im Rahmen des Jenaer Perinatal-Symposiums in Empfang. Bereits seit dem Jahr 2000 organisiert die Jenaer Frauenklinik diese Veranstaltung, die deutschlandweit Beachtung findet. Schleußner: Unser ehemaliges Geburtshilfe-Symposium haben wir nun zum Perinatal-Symposium weiterentwickelt, um auch hier die neue Qualität zu unterstreichen.

Kontakt:
Prof. Dr. Ekkehard Schleußner
Direktor der Abteilung Geburtshilfe, Frauenklinik Jena
Universitätsklinikum Jena
E-Mail: ekkehard.schleussner@med.uni-jena.de
Tel.: 03641/9-33230
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