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Tagung zum Schutz des Verbrauchers bei der Vermögensanlage

25.03.2014 - (idw) Universität Bayreuth

Der Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Vermögensanlage ist nicht erst seit der Finanzkrise dieses Jahrhunderts ein Thema. Die am 3./4. April 2014 stattfindende Tagung zum Schutz des Verbrauchers bei der Vermögensanlage ist zugleich das 5. Forum für Verbraucherrechtswissenschaft und das 11. Bayreuther Forum für Wirtschafts- und Medienrecht und zeigt damit, aus welch unterschiedlichen Perspektiven das Thema betrachtet werden kann. Erster Gegenstand ist dabei die Perspektive des Gesetzgebers, wobei sowohl Landespolitik als auch im Blick auf das vorgeschlagene Legislativpaket der Kommission bundespolitische Perspektiven zur Geltung kommen.

Anlegerschutz wird und wurde häufig weitgehend als Informationsproblem betrachtet. Anlageberatung und die Informationen für den (Privat-)Anleger sind daher besonders in den Blick zu nehmen; dabei wird sich die Frage stellen, ob die gewählten Instrumente den Ergebnissen der Verbraucherverhaltensforschung überhaupt entsprechen oder ob insoweit Handlungsbedarf besteht.

Als ein eigenes Problemfeld haben sich in der jüngeren Vergangenheit vor allem Vertriebspersonen herausgeschält, die sowohl hinsichtlich einer Überwachung durch die BaFin als auch hinsichtlich einer Überwachung durch die Industrie- und Handelskammer Gegenstand der Betrachtung sein werden. Zu den grundsätzlichen strukturellen Risiken bei Anlageentscheidungen gehören Interessenkonflikte der Vertriebspersonen, die häufig den einzigen direkten Kontakt für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. Hier wird nach Möglichkeiten der Auflösung solcher Interessenkonflikte zu fragen sein. Ein anderes Instrument könnte eine stärkere Standardisierung von Anlageprodukten und Beratungsvorgängen sein, wie sie teilweise auch bereits stattfinden. Damit soll ein Schlaglicht auf mögliche weitere Regelungsaktivitäten geworfen werden.

Einen völlig neuen Zugang wählt die mit der Tagung verbundene Podiums-diskussion zum Thema Finanzprodukte 2.0 Vermögensanlage in der digitalen Welt. Hier geht es darum, wie der E- und M-Commerce in den Bereich des Anlegerschutzes hineinspielt. Die Finanzmärkte haben hier den Begriff Neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die es sich anzuschauen gilt.

Für weitere Informationen steht gern zur Verfügung:

Dipl.-Jur. Carmen Langhanke, Wirtschaftsjuristin (Univ. Bayreuth)
Geschäftsführerin der Forschungsstelle für Verbraucherrecht
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verbraucherrecht und Privatrecht sowie Rechtsvergleichung
Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30
D-95447 Bayreuth
Telefon (+49) 0921 / 55-6126
E-Mail Carmen.Langhanke@uni-bayreuth.de
http://www.verbraucherrecht.uni-bayreuth.de
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