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Ein Mächtekonzert für das 21. Jahrhundert

28.03.2014 - (idw) Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung

Mit der Frage, wie ein Großmächtekonzert im 21. Jahrhundert den Frieden wahren könnte, eröffnet der aktuelle HSFK-Report die neue Reihe der HSFK "1914-2014: Der Erste Weltkrieg - 100 Jahre danach". Eine neue Verteilung der Macht in der Welt zeichnet sich ab. Großmächte behalten mit ihrem massiven wirtschaftlichen und militärischen Potenzial ihre dominierende Rolle im internationalen System. Gleichzeitig wird die amerikanische Hegemonie vom Aufstieg anderer Mächte wie China, Indien und Brasilien in Frage gestellt. Die heutige Situation weist gewisse Ähnlichkeiten mit der Mächte- und Konfliktkonstellation von 1914 auf. Daher darf Frieden zwischen den Großmächten nicht als selbstverständliche Entwicklung gesehen werden - im Gegenteil sind große Anstrengungen und politische Klugheit erforderlich, um einen Großmächtekrieg zu verhindern.

Das "Europäische Konzert", die Großmächtekonstellation des 19. Jahrhunderts, hat es geschafft, den Frieden für mehr als eine Generation aufrecht zu erhalten und die Eskalation von Konflikten zu vermeiden. Die zunehmende Vernachlässigung der Normen und Verfahren des Konzerts jedoch führte schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Wie könnte nun im Lichte dieser Erfahrungen ein solches Mächtekonzert heute aussehen? In HSFK-Report 1/2014 "Ein Mächtekonzert für das 21. Jahrhundert. Blaupause für eine von Großmächten getragene multilaterale Sicherheitsinstitution" skizzieren Harald Müller, Konstanze Jüngling, Daniel Müller und Carsten Rauch, wie eine Sicherheitsinstitution gestaltet sein könnte, die von den Stärken des "Europäischen Konzerts" lernt und dessen Schwächen vermeidet.

Dieser HSFK-Report bildet den ersten Beitrag zur neuen Reihe "1914-2014: Der Erste Weltkrieg - 100 Jahre danach": 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs ist auch die Friedensforschung gefordert, globale Entwicklungen auf den Prüfstand zu stellen. Gibt es heute ähnliche politische Konstellationen, Krisen oder Fehlentwicklungen wie in den Jahren vor 1914? Wo treffen wir heute noch auf die Folgen des Ersten Weltkriegs? Wie können künftige Kriege verhindert werden? In loser Folge werden 2014 Beiträge zu diesen Fragen in den HSFK-Publikationen erscheinen.

Der HSFK-Report kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Die "HSFK-Reports" enthalten wissenschaftliche Analysen aktueller Probleme und Handlungsempfehlungen. Sie erscheinen rund zehnmal jährlich. Weitere Informationen:http://www.hsfk.de/fileadmin/downloads/report0114.pdf HSFK-Report 1/2014http://www.hsfk.de/HSFK-Reports HSFK-Reportshttp://www.hsfk.de/Publikationen Publikationen der HSFK
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