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Europas Jugend braucht Zukunft - Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

28.03.2014 - (idw) Hochschule der Bundesagentur für Arbeit

Hochkarätig besetzte Fachtagung zum Thema Jugendarbeitslosigkeit am 3. April 2014 an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) in Schwerin Über viele Jahrzehnte ging es für Generationen in der Europäischen Union bergauf. Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise allerdings hat sich das geändert. Gelegentlich wird in besonders betroffenen Staaten bereits von einer verlorenen Generation gesprochen, deren berufliche Zukunft unsicher ist. Jugendarbeitslosigkeit ist dann eher die Regel als die Ausnahme.

Europaweit unterscheiden sich die ökonomischen Ausgangslagen und damit auch die Chancen der jungen Menschen wie der Unternehmen aber erheblich. In Deutschland spielt Jugendarbeitslosigkeit eine eher untergeordnete Rolle. Manche Branchen leiden vielmehr unter einem bereits bestehenden oder sich abzeichnenden Mangel an Nachwuchs. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern sind wichtige Stützen der Wirtschaft wie die Pflegebranche oder der Hotel- und Gaststättenbereich betroffen.

Mit der Fachtagung Europas Jugend braucht Zukunft. Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft beteiligt sich die HdBA an dieser so wichtigen Zukunftsdebatte.

Die bisher von der Europäischen Kommission und den Regierungen der Staaten der EU vorgeschlagenen Maßnahmen sind nur begrenzt wirksam. Hier müssen noch sehr viele Konzepte entwickelt werden, die nicht nur kurzfristig angelegt sein dürfen, so die Initiatorin der Fachtagung Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer.

Zahlreiche Expertinnen und Experten aus Deutschland und der Europäischen Union werden diese Frage aus einer grundsätzlichen Sicht analysieren und beurteilen.

Dazu gehören u.a.:

- Dr. h. c. Frank-J. Weise (Vorsitzender des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit)
- Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin a.D.)
- Prof. Dr. Alfred Grosser (französischer Politikwissenschaftler)
- Vladimir pidla (ehemaliger tschechischer Ministerpräsident / ehemaliger EU-Kommissar)
- Peter Masuch (Präsident des Bundessozialgerichts)

Es ist aber ebenso notwendig, Lösungsstrategien zu diskutieren, die Perspektiven für die Wirtschaft vor Ort und für die heranwachsenden Generationen bieten, ohne Generationen oder Gesellschaften gegeneinander auszuspielen.

Die besonders betroffenen Länder Griechenland, Spanien und Italien werden bei diesem Themenkomplex ebenso zu Wort kommen wie die Repräsentantinnen und Repräsentanten aus der Region.

So betont Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit: Das Thema Jugend und Arbeitsmarkt kann in Mecklenburg-Vorpommern nur mit Blick auf die demografische Entwicklung diskutiert werden. Denn in Mecklenburg-Vorpommern wird es 2050 noch 582.300 Menschen im erwerbsfähigen Alter (20-65) geben. Das sind 457.300 weniger als 2010 (1.039.600). Ein Rückgang um 44 Prozent. Allein die Zahl der Schulabgänger hat sich in den letzten fünf Jahren halbiert. Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist daher eine zentrale Herausforderung für die Betriebe im Land. Sie müssen alle Wege - von der intensiven Förderung junger Menschen mit Startschwierigkeiten bis hin zur Anwerbung ausländischer Jugendlicher - nutzen, um ihren Fachkräftenachwuchs und damit ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Ich freue mich auf kontroverse Debatten und bin überzeugt, dass wir durch die hochkarätigen Referentinnen und Referenten in diesem Jahr auch eine Veranstaltung erleben werden, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zahlreiche neue Erkenntnisse vermittelt, so Rektor Prof. Dr. Andreas Frey von der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit.

Am Rande der Veranstaltung können mit Referentinnen und Referenten Gespräche geführt werden. Wir bitten zur besseren Koordinierung darum, uns Gesprächswünsche im Vorfeld mitzuteilen.


Fachtagung
Europas Jugend braucht Zukunft
Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft

3. April 2014
Campus Schwerin
Wismarsche Str. 405
19055 Schwerin

Kontakt:
Hochschule der Bundesagentur für Arbeit
Torsten Schubert
Tel.: 0385 5408 514
E-Mail: hochschule.presse@arbeitsagentur.de Weitere Informationen:http://www.hdba.de/aktuelles/news/artikel/fachtagung-am-campus-schwerin-zum-them...
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