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Rad statt Bahn: RUB-Studierende strampeln für den Studienerfolg

31.03.2014 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Mit weit über 34.000 Fahrgästen pro Werktag ist die Campuslinie U35, die Studierende zu drei Bochumer Hochschulen bringt, die am stärksten frequentierte Nahverkehrsanbindung im Großraum Bochum. Gerade zu den Stoßzeiten zum Vorlesungsbeginn um 8 und um 10 Uhr sind die Wartezeiten am Bochumer Hauptbahnhof auf eine freie Bahn besonders lang. Der doppelte Abiturjahrgang hat das Problem noch einmal verschärft. Das Pilotprojekt Rad statt Bahn soll Abhilfe schaffen und für die Studierenden den Umstieg auf das Fahrrad attraktiver machen. Belohnungssystem für Radfahrer

Ab dem 1. April werden daher alle Studierenden der RUB belohnt, die an mindestens einem Tag der Woche ihre Anreise zur Universität mit dem Fahrrad zurücklegen. Sie erhalten in einem gestaffelten Verfahren sogenannte Creditpoints, die als Leistungsnachweis für ihr Studium angerechnet werden. Das Creditpoint-System wird seit einigen Jahren in den Bachelor-und Masterstudiengängen angewandt und misst den Arbeitsaufwand für die unterschiedlichen Studienleistungen. Besonders fleißige Radfahrer, die nachweisen können, dass sie komplett von der Bahn aufs Rad umgestiegen sind, erhalten am Ende des Semesters fünf Creditpoints. Bei Studierenden, die ihren Erstwohnsitz nicht in Bochum haben, genügt ein Nachweis über die Fahrt vom Hauptbahnhof zum Campus. Die Nachweise werden von den Mitarbeitern der Pforte der Parkhäuser P1 und P2 ausgestellt, ein Teil der Parkbuchten wird zudem mit zusätzlichen Fahrradständern ausgestattet.

Pilotprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen sowie das Unternehmen nextbike, das das Fahrradverleihsystem metropolradruhr betreibt, unterstützen das Pilotprojekt an der RUB. Nachdem die Studierenden sich bei der Urabstimmung im Januar für einen Ausbau des Angebots von metropolradruhr ausgesprochen haben und der Verleih gut ausgelastet ist, sollen jetzt weitere Fahrräder und Stationen angeschafft werden. So bekommen auch Studierende, die kein eigenes Fahrrad haben, die Möglichkeit, die tägliche Fahrradtour zur Uni zu absolvieren. Die positiven Rückmeldungen der Studierenden, die den Verleih während der Streiktage im öffentlichen Nahverkehr an seine Kapazitätsgrenzen gebracht haben, bestärken die Initiatoren des Projektes. Björn Frauendienst, Koordinator des Mobilitätskonzeptes an der RUB, berichtet: Wir haben schon vor dem offiziellen Projektstart viele Anfragen von anderen Hochschulen aus ganz Deutschland bekommen, die unser Konzept gerne übernehmen möchten. Wir werden daher eine detaillierte Evaluation durchführen, die wir voraussichtlich am 1. April 2015 veröffentlichen.
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