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Whats life - Erster Ars legendi-Fakultätenpreis für Biologie geht an die Ruhr-Universität Bochum

01.04.2014 - (idw) Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.

Dominik Begerow und Jens Wöllecke von der Ruhr-Universität Bochum haben in Berlin den ersten Ars legendi-Falkutätenpreis in der Kategorie Biologie erhalten. Das von ihnen entwickelte Programm Whats life kombiniert verschiedene Methoden und didaktische Komponenten, um Studierende von Beginn des Studiums an konsequent an eigene Forschungsarbeiten heranzuführen.
Weitere Ars legendi-Fakultätenpreise für exzellente Hochschullehre gingen an Thorsten Daubenfeld von der Hochschule Fresenius, Idstein (Chemie), Daniel Grieser von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Mathematik) und Christian Wagner von der Universität des Saarlandes (Physik). (Berlin, 01.04 2014) Während eines Festaktes in Berlin wurden erstmals die Gewinner des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften geehrt. Der neue Preis soll zeigen, wie wichtig gute Hochschullehre ist, um Studierende in der Mathematik und den Naturwissenschaften exzellent auszubilden. Er soll beweisen, dass es sich auch karrierewirksam lohnt, Hochschullehre weiterzuentwickeln und sie über den eigenen Wirkungsbereich zu fördern.

In der Kategorie Biologie überzeugten Dominik Begerow und Jens Wöllecke, AG Geobotanik der Ruhr-Universität Bochum, die Jury mit ihrem Programm What´s life?. Dieses vermittelt interessierten Studierenden bereits in der Eingangsphase ihres Bachelor-Studiums Aspekte des forschenden, des kooperativen sowie des projekt- und problemorientierten Lernens. Beeindruckt hat die Jury vor Allem, dass es den Preisträgern gelingt, dieses anspruchsvolle und mit 18 ECTS-Punkten auch umfangreiche Programm nicht nur wenigen Interessierten anzubieten, sondern bis zu 100 Studienanfänger und -anfängerinnen.
Das Programm geht weit über die gewohnten Formate wie Journal Clubs, Scientific Writing, Präsentationstechniken, Projektplanungen, Studienverlaufsberatung etc. hinaus. Besonders überzeugt hat die Jury die Gestaltung des 3. Semesters, in dem die Studierenden selbstkonzipierte Forschungsprojekte durchführen und dem folgenden Jahrgang vorstellen. Mit What`s life? gelingt es, individuelle Forschungsinteressen frühzeitig zu wecken und die Entdeckerlust zu erhalten.
Die Vermittlung von Kenntnissen über die Erstellung von Abschlussarbeiten oder Publikationen fördert nicht zuletzt auch ein zügiges, strukturiertes Studium, erläutert Programmkoordinator Dr. Jens Wöllecke. Dies verbessert die Chance auf einen Platz im Masterstudiengang deutlich. Studiendekan Prof. Dr. Dominik Begerow freut sich über den Ars legendi-Preis Die Jury würdigt mit unserem Projekt einen neuen Ansatz, der mit sehr hohem Aufwand die Studierenden über vier Semester begleitet und ihnen somit den eigenen Einstieg in die Forschung sehr früh ermöglicht so Begerow. Dies ist besonders im Biologiestudium, das traditionell mit viel Grundlagenwissen startet, eine große Herausforderung. Das Programm Whats life? bekennt sich damit klar zu einem Berufsbild des Wissenschaftlers, das gerade für Studienanfängerinnen und -anfänger oft nur undeutlich zu erkennen ist.
Begleitende Evaluationen belegen nicht nur die Zufriedenheit der Studierenden, sondern auch die Wirksamkeit von What´s life?: Studierende sind in den Folgesemestern stärker an wissenschaftlichen Fragestellungen interessiert und gegenüber Vergleichsgruppen deutlich motivierter. Die vielen an What´s life? beteiligten Dozenten sehen sich ihrerseits zunehmend als Moderatoren von Lernprozessen und bieten verstärkt interaktive Lehrformate, persönliche Betreuung oder Feedbackrunden an. Sie werden dabei unterstützt durch verschiedene Weiterbildungen etwa zum Format Forschendes Lernen, zu kompetenzorientierten Prüfungen oder zu Präsentationstechniken. Mittlerweile dient das Programm als best practice-Modell für andere Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum.

Der neue Ars legendi-Preis wurde in den vier Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist jeweils mit 5.000 dotiert. Ausgelobt hatte den Preis der Stifterverband, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland.

In weiteren Kategorien wurden ausgezeichnet:
In der Kategorie Mathematik: Daniel Grieser, Professor für Mathematik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Durch die erfolgreiche Implementierung des didaktisch hochinnovativen und wissenschaftstheoretisch gründlich durchdachten Moduls Mathematisches Problemlösen und Beweisen leistet er einen zukunftsweisenden Beitrag zur Gestaltung der Studieneingangsphase.
In der Kategorie Chemie: Thorsten Daubenfeld, Professor am Fachbereich Chemie und Biologie der Hochschule Fresenius. Seine innovativ konzipierten und didaktisch hochreflektierten Lehrveranstaltungen sind spezifisch auf die jeweilige Studierendenschaft an seiner Hochschule abgestimmt.
In der Kategorie Physik: Christian Wagner, Professor für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes. Die von ihm vorangetriebene Etablierung der trinationalen Saar-Lor-Lux-Studiengänge verwandelt den vermeintlichen Standortnachteil der Grenzlage in einen Trumpf. Diese dreisprachigen Studiengänge sind weitgehend einzigartig und in mehrfacher Hinsicht vorbildlich.


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dominik Begerow, Preisträger Ars Legendi-Fakultätenpreis Biologie, Tel. 0234/32-27212, e-Mail: dominik.begerow@rub.de

Dr. Kerstin Elbing, VBIO Geschäftsstelle Berlin, Tel.: 030/27891916, e-Mail: elbing@vbio.de Weitere Informationen:http://www.vbio.de/der_vbio/presse__publikationen/presseerklaerungen
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