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Bürger finden Elektroautos sinnvoll, aber zu teuer und unausgereift

01.04.2014 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Der Großteil der Bevölkerung in Südniedersachsen sieht Elektroautos als echte Alternative zu herkömmlichen Autos an. Gleichzeitig fehlt es vielen Menschen jedoch an Detailwissen zum Thema. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen. Pressemitteilung Nr. 68/2014

Bürger finden Elektroautos sinnvoll, aber zu teuer und unausgereift
Regionale Umfrage der Universität Göttingen deckt Wissensdefizite auf Mehr Aufklärung nötig

(pug) Der Großteil der Bevölkerung in Südniedersachsen sieht Elektroautos als echte Alternative zu herkömmlichen Autos an. Gleichzeitig fehlt es vielen Menschen jedoch an Detailwissen zum Thema. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Sustainable Mobility Research Group der Universität Göttingen. Die Wissenschaftler befragten im Zuge des Projekts e-Mobilität vorleben insgesamt 1.150 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen. Mehr als 800 Befragte äußerten sich grundsätzlich positiv zu Elektroautos und stuften sie für sich selbst als sinnvolles Verkehrsmittel ein. Positiv beurteilten sie vor allem die Aspekte Umweltfreundlichkeit und Lärmreduzierung sowie geringe Unterhaltskosten, negativ bewertet hingegen wurden der höhere Kaufpreis und die nicht ausgereifte Technik der Autos sowie die Infrastrukturdefizite im Hinblick auf Lademöglichkeiten.

Die Bürgerinnen und Bürger stehen Elektroautos zwar aufgeschlossen gegenüber, bei den heutigen Rahmenbedingungen reicht es aber für den Durchbruch nicht aus, fasst Projekteiter Prof. Dr. Lutz Kolbe die Ergebnisse zusammen. Die Studie zeigt auch, dass in der Öffentlichkeit erhebliche Wissensdefizite zu Reichweite, Kaufpreis, Beschleunigung, Ladezeit und Unterhaltungskosten von Elektroautos bestehen. Nur 13 Prozent der Teilnehmer waren in der Lage, mehr als eine der fünf Fragen richtig zu beantworten. Die meisten Befragten gaben an, Elektroautos überwiegend aus den Medien zu kennen, nur etwa 12 Prozent hatten jemals eines selbst als Fahrer oder Beifahrer ausprobiert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit durch Projekte wie dieses mehr über Elektroautos erfährt, so der Studienleiter Prof. Dr. Johann Kranz. Einige Mythen bezüglich Elektroautos halten sich offenbar sehr hartnäckig. Die wenigsten Menschen würden das Thema Fahrspaß mit Elektroautos in Verbindung bringen, dabei lässt man mit einem Elektroauto jeden Sportwagen an der Ampel stehen.

Das Projekt e-Mobilität vorleben wird im Rahmen der Initiative Schaufenster Elektromobilität von der Bundesregierung gefördert. Die Universität Göttingen kooperiert dabei mit dem Landkreis Göttingen, der Ländlichen Erwachsenenbildung und der EAM.

Kontaktadresse:
Carolin Ebermann
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Sustainable Mobility Research Group
Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-21172
E-Mail: carolin.ebermann@wiwi.uni-goettingen.de Weitere Informationen:http://www.uni-goettingen.de/de/carolin-ebermann/470527.htmlhttp://www.uni-goettingen.de/de/424586.html
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