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Konversionsforschung für eine friedlichere Welt Das BICC wird 20

02.04.2014 - (idw) Bonn International Center for Conversion (BICC)

Bonn. Das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn, www.bicc.de) begeht am 2. April 2014 sein 20. Gründungsjubiläum. Es zählt zu den führenden Friedens- und Konfliktforschungsinstituten Deutschlands und wurde 1994 auf Initiative des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan und des damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau in Bonn gegründet. Das BICC wurde vor 20 Jahren mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) als gemeinnützige GmbH gegründet und wird seitdem vom Land gefördert. Das BICC hat sich in den letzten 20 Jahren zu einer der führenden Adressen der Friedens- und Konfliktforschung Deutschlands entwickelt, seine Erkenntnisse sind national wie international gefragt, unterstreicht Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Bonner Institut steht für anwendungsorientierte, interdisziplinäre Forschung auf hohem akademischem Niveau und ist eine wertvolle Bereicherung für die Forschungslandschaft Nordrhein-Westfalens. Ich wünsche dem BICC weiterhin gutes Gelingen bei seiner wichtigen Arbeit!, betont die Ministerin.

Auch Außenminister Steinmeier gratuliert dem BICC zu seiner bisherigen erfolgreichen Arbeit: Das Bonn International Center for Conversion leistet seit Jahren hervorragende Arbeit in Bereichen wie zivile Krisenprävention, Abrüstung und Wiedereingliederung. Mit seiner Expertise ist das BICC für das Auswärtige Amt ein wichtiger Partner.
Zum 20. Gründungsjubiläum beglückwünschen das BICC unter anderen sein langjähriger Wegbegleiter Hans Blix, ehemaliger Direktor der Internationalen Atomenergie-Organisation und ehemaliger Chef der UN-Rüstungskontrollkommission, sowie der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Prof. Jakob Rhyner, Direktor United Nations University.

Gratulationen kommen auch aus der nationalen und internationalen Friedensforschung, zum Beispiel von Prof. Tilmann Brück, Direktor des SIPRI (Stockholm Institute for Peace Research), Kristian Berg-Harpviken, Direktor von PRIO (Peace Research Institute Oslo), sowie den Herausgebern des Friedensgutachten 2014.

Das BICC im Wandel
Nach dem Ende des Kalten Krieges also zur Zeit der Gründung des BICC spielte Konversion eine große Rolle und drehte sich vor allem um die Umwidmung von militärischen Ressourcen für eine zivile Nutzung. Heute will das BICC ein neues Verständnis von Konversionsforschung in der Friedens- und Konfliktforschung etablieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse organisierter Gewalt. Was verstehen wir unter neuen Kriegen? Welche Lehren müssen aus den militärischen Interventionen, etwa in Afghanistan, gezogen werden? Wie sollte eine verantwortungsvolle Rüstungsexportpolitik Deutschlands aussehen?, formuliert Prof. Conrad Schetter, Wissenschaftlicher Direktor des BICC, einige aktuelle Fragen, mit denen sich das Bonner Zentrum beschäftigt.

BICC ist ein Institut, das kritisch, problem- und vor allem anwendungsorientiert forscht, betont Conrad Schetter. Dieser Praxisbezug spiegelt sich in Politikberatung sowie in technischer Beratung für Kapazitätenentwicklung wider. Mit dem Globalen Militarisierungsindex (GMI) stellt das BICC der Politik ein einzigartiges Instrument zur Verfügung, um Rüstungsexportentscheidungen zu überprüfen. Im Sudan und im Südsudan etwa stehen BICC-Mitarbeiter den Regierungen technisch bei Fragen der Demobilisierung und Kleinwaffenkontrolle zu Seite. Der Global Go-To Think Tanks-Report der University of Pennsylvania 2013 zählt das BICC in zwei Kategorien zu den führenden Think Tanks weltweit.

Das BICC führt seit seiner Gründung anwendungsorientierte Forschungsprojekte und Vorhaben der wissenschaftlichen Politikberatung mit Fördermitteln verschiedenster Institutionen wie dem Auswärtigen Amt, der Europäischen Union oder Stiftungen durch. Diese Drittmittel' machten beim BICC 2013 rund 60 Prozent des Finanzvolumens aus, erläutert Michael Dedek, kaufmännischer Geschäftsführer. Die Forschungsförderung des Landes ist also eine lohnende Investition, die nicht nur inhaltlich sondern auch wirtschaftlich gut eingesetzt wird.


Am 27. und 28. Oktober 2014 wird das BICC aus Anlass seines Gründungsjubiläums die internationale wissenschaftliche Konferenz Probleme organisierter Gewalt: Neue Forschung und Konversionspotenziale in Bonn durchführen.

Informationen zur Arbeit des BICC finden Sie auf seiner aktualisierten Webseite Weitere Informationen:http://www.bicc.de
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