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Neues Handbuch: Sprachintensiver Unterricht

03.04.2014 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Sprachkompetenz gilt als wesentliche Voraussetzung für schulischen Erfolg, daher stellt die Sprachförderung eine der zentralen Aufgaben der Bildungseinrichtungen dar. Ein neues Handbuch, das am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) der Universität Heidelberg entstanden ist, stellt anhand konkreter Beispiele ein umfassendes Förderkonzept vor. Der integrierte Ansatz des Sprachintensiven Unterrichtens wurde in enger Zusammenarbeit von Linguisten, Erziehungswissenschaftlern und Lehrern entwickelt. Sprachförderung wird dabei nicht als separates Projekt verstanden, sondern in einem umfassenden Ansatz, aufbauend auf den Inhalten aller Fächer, in den Unterricht eingebunden. Pressemitteilung

Heidelberg, 3. April 2014

Neues Handbuch: Sprachintensiver Unterricht
Publikation ist aus einem Praxis- und Forschungsprojekt an der Universität Heidelberg hervorgegangen

Sprachkompetenz gilt als wesentliche Voraussetzung für schulischen Erfolg, daher stellt die Sprachförderung eine der zentralen Aufgaben der Bildungseinrichtungen dar. Ein neues Handbuch, das am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie (IDF) der Universität Heidelberg entstanden ist, stellt anhand konkreter Beispiele ein umfassendes Förderkonzept vor. Der integrierte Ansatz des Sprachintensiven Unterrichtens wurde in enger Zusammenarbeit von Linguisten, Erziehungswissenschaftlern und Lehrern entwickelt. Sprachförderung wird dabei nicht als separates Projekt verstanden, sondern in einem umfassenden Ansatz, aufbauend auf den Inhalten aller Fächer, in den Unterricht eingebunden.

Hervorgegangen ist das Handbuch Sprachintensiver Unterricht aus dem Praxis- und Forschungsprojekt Sprachförderung im Schulalter. Von 2009 an wurde am IDF ein integriertes Sprachförderkonzept für dritte und vierte Klassen entwickelt, das im Schuljahr 2010/2011 in mehreren Heidelberger Grundschulen erprobt wurde. Die Fördermaßnahmen werden im Regelunterricht umgesetzt und beziehen die ganze Klasse mit ein, sowohl muttersprachliche als auch nichtmuttersprachliche Kinder, erklärt Projektleiterin Dr. Gunde Kurtz. Neben individueller Förderung für einzelne Kinder ermöglicht unser Ansatz eine Unterstützung der gesamten Klasse. Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird das Konzept an Grundschulen in Heidelberg eingesetzt, in denen derzeit 25 Schulklassen damit arbeiten. Auch Schulen in anderen Städten haben den Ansatz bereits aufgegriffen, darunter auch Gymnasien und Gesamtschulen.

Die Grundidee des sprachintensiven Unterrichtens ist die inhaltlich-thematische Verdichtung von Lerninhalten, das heißt, es werden zu einem Thema mehr und längere Texte gelesen. Das gilt für alle Fächer, erklärt Gunde Kurtz. Sprache ist ein wichtiges Werkzeug bei Lernprozessen, so dass sich sprachliches und fachliches Lernen vollständig gegenseitig stützen können.

Das Handbuch zum sprachintensiven Unterricht setzt sich mit den Themen Sprachentwicklung und Sprachaneignung im Schulalter auseinander und erklärt die Bedeutung von Prävention und Intervention bei der Sprachförderung. Anhand konkreter Beispiele führt es in den Ansatz des sprachintensiven Unterrichtens ein und bietet umfangreiches Material für den Unterricht. In einem Förder-ABC werden in Kurzporträts 50 Fördermöglichkeiten erläutert. Die Publikation richtet sich an alle, die als Lehrkräfte oder in der Sprachförderung an Schulen sowie in der Lehrerbildung an Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen tätig sind.

Informationen im Internet:
http://www.idf.uni-heidelberg.de/forschung/projekte/pro-sprachwissenschaft/for-sprachfoerderung-schulalter.html


Literaturhinweis:
G. Kurtz, N. Hofmann, B. Biermas, T. Back, K. Haseldiek: Sprachintensiver Unterricht. Ein Handbuch. Schneider Verlag Hohengehren 2014

Kontakt:
Dr. Gunde Kurtz
Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
Telefon (06221) 54-7398
kurtz@idf.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle
Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de
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